Besuch von Studierenden der FH Potsdam am 08.05.
In unserer Arbeit im Institut für den Situationsansatz (ISTA) begrüßen wir immer wieder Gästinnen bei uns – manchmal Praktikerinnen aus verschiedenen Einrichtungen aus ganz Deutschland, die sich z.B. im Rahmen von Fort- und Weiterbildungen über unsere Arbeit Informieren, manchmal Wissenschafterinnen, mit denen wir uns über unsere Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekte austauschen und manchmal Studierende, Schülerinnen und Auszubildende, die sich für unsere Arbeit interessieren und Fragen dazu mitbringen.
Am 08.05. waren Studierende aus dem Seminar „Forschen aus Kinderperspektiven“ der Fachhochschule Potsdam bei uns, welches von einer Kolleg*in aus dem Institut geleitet wird.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Kennenlernen des ISTA und des Situationsansatzes, sondern vor allem der gemeinsame Austausch über Kinderrechte, Partizipation und die Frage, was es bedeutet, Kinder in pädagogischen und forschenden Kontexten wirklich ernst zu nehmen.
Nach einem kurzen Einblick in die Arbeit und Grundgedanken des Situationsansatzes stellte Laura Hrabowski das Qualifizierungsprogramm „Kinderrechte-Kitas“ vor, dass das ISTA gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk entwickelt und durchgeführt hat. Anhand konkreter Beispiele kamen wir über Kinderrechte im Alltag, Partizipation, Macht und Adultismus in Gespräch - und auch darüber, wie Kinderrechte auf verschiedenen Ebenen mitgedacht und umgesetzt werden können.
Anschließend gab Lena Claßen Einblicke in das Projekt „KoSy - kompetente Systeme mit dem Situationsansatz“. Besonders spannend war dabei die Frage, wie Kinder auch in Prozesse einbezogen werden können, die aus unserem erwachsenen-Blick weit von ihrer Lebenswelt entfernt scheinen, wie etwa Fragen von Organisationsentwicklung, Planungsprozesse oder Entscheidungen in Trägerstrukturen. Immer wieder wurde deutlich: Kinder haben Perspektiven, Ideen und Interessen zu den Themen, die sie betreffen. Erwachsene stehen in der Verantwortung, Informationen zugänglich zu machen, Prozesse zu öffnen und Beteiligung tatsächlich zu ermöglichen.
Besonders bereichernd waren die vielen Gedanken, Erfahrungen und Fragen der Studierenden. Der Tag war geprägt von gemeinsamem kritischem Nachdenken, dialogischem Austausch und der Frage, wie Kinderrechte und Partizipation nicht nur theoretisch gedacht, sondern im Alltag gelebt werden können.
Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen inspirierenden gemeinsamen Tag!