Institut für den Situationsansatz

Kinder

Die Fachstelle Kinderwelten ist 2011 hervorgegangen aus mehreren Kinderwelten-Projekten, die seit 2000 im Institut für den Situationsansatz durchgeführt wurden. Die Fachstelle steht für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung in Kitas und Schulen. Dieser basiert auf dem Situationsansatz und dem Anti-Bias Approach, der in den 80er Jahren von Louise Derman-Sparks und Kolleg*innen in Kalifornien für die Arbeit mit Kindern ab zwei Jahren entwickelt wurde.

Vielfalt respektieren, Ausgrenzung widerstehen

Die Fachstelle hat den Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung für die Verhältnisse in Deutschland adaptiert und entwickelt ihn systematisch weiter. Der Ansatz wird verstanden als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit: Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Diskriminierung. Der Ansatz verfolgt den Anspruch der Inklusion, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Seine Prinzipien geben Orientierung für inklusive pädagogische Praxis.

Inklusion in der Praxis

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als inklusives Praxiskonzept verbindet individuelles und organisationales Lernen in Bildungseinrichtungen. Die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Einseitigkeiten und deren Auswirkungen muss auf einer persönlich-fachlichen Ebene erfolgen und in der ganzen Organisation. Dies erfordert eine systematische Qualitätsentwicklung, die auf Dauer angelegt ist und Investitionen erfordert. Sie ist verbunden mit Veränderungen auf der Ebene pädagogischen Handelns wie auch auf struktureller Ebene.

Die Fachstelle unterstützt Inklusive Qualitätsentwicklung in Kitas und Schulen mit Fort- und Weiterbildungen, Tagungen und Veranstaltungen, Publikationen und Materialien, Projekten zur Praxisforschung, Beratung und Expertisen sowie mit fachlicher Begleitung bei der Implementierung des Ansatzes.

Aktuelle Veröffentlichungen:

Inklusion in der Kitapraxis #1 – Die Zusammenarbeit mit Eltern vorurteilsbewusst gestalten

Inklusion in der Kitapraxis #2 – Die Lernumgebung vorurteilsbewusst gestalten

Inklusion in der Kitapraxis #3 – Die Interaktion mit Kindern vorurteilsbewusst gestalten

Inklusion in der Kitapraxis #4 – Die Zusammenarbeit im Team vorurteilsbewusst gestalten

Inklusion in der Praxis #5 – Die Kita vorurteilsbewusst leiten

Das Methodenhandbuch: Lernprozesse zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung begleiten.

Qualitätshandbuch für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kitas (2016)

Wir machen uns auf den Weg! Kitas qualifizieren sich für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Frühpädagogische Konzepte praktisch umgesetzt: Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in der Kita.

Geschichte

Kinderwelten entstand als Initiative engagierter Pädagog*innen in Berlin-Kreuzberg und begann mit einem ersten Entwicklungsprojekt in Berlin (2000 bis 2003). Es folgten ein Verbreitungsprojekt in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen (2004 – 2008) und ein weiteres bundesweites Projekt zur Implementierung und Curriculumentwicklung in regionalen Kompetenzkernen mit Kitas, Erzieher*innen Fach(hoch)schulen und Grundschulen (2008-2010). Mehr zur Geschichte von Kinderwelten

Finanzierung

Die Projekte wurden in den ersten 10 Jahren von der Bernard van Leer Foundation gefördert, das dritte Projekt auch mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut.“ Die Bernard van Leer Foundation unterstützte den Übergang von Praxisprojekten zum Aufbau einer Fachstelle Kinderwelten von 2011-2013.

Seit 2013 finanziert sich die Fachstelle über die Einwerbung von Projekten, den Verkauf von Materialien und über Aufträge zur Qualifizierung: Teamfortbildungen, mehrteilige Kurse, Begleitung von Implementierungsprozessen, Durchführung von Fachtagen mit Vorträgen udn Workshops usw. Die Fachstelle verfügt wie das Institut für den Situationsansatz über keinerlei institutionelle Förderung.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde die Fachstelle Kinderwelten von Januar 2015 bis Ende 2019 für die „Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger“ unterstützt.

Seit 2020 wird die Fachstelle Kinderwelten in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. als „Kompetenznetzwerk Frühkindliche Bildung und Bildung in der Primarstufe“ vom BMFSFJ gefördert, ebenfalls im Bundesprogramm Demokratie leben! Das Kompetenznetzwerk „Demokratiebildung im Kindesalter“, wie wir es jetzt nennen, hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Bis 2024 soll es die Regelpraxis in Kitas und in der Schulkinderbetreuung zu Demokratiebildung fachlich unterstützen, mit Materialien, Konzepten, Qualifizierungen, Fachveranstaltungen, Beratung und Information.

Bundesland    Träger Einrichtung Anschrift PLZ & Ort
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengesamtgemeinde Stuttgart Evangelische Kindertagesstätte Martinskirche Nordbahnhofstr. 58 70191 Stuttgart
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengesamtgemeinde Stuttgart Evangelischer Johanneskindergarten Reuchlinstr. Reuchlinstr. 32 70176 Stuttgart
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengemeinden Bad Friedrichshall/ Jagstfeld und Bad Friedrichshall/ Kochendorf Evangelischer Kindergarten Hohe-Straße/Evangelisches Kinderhaus Jagstfeld Hohe Straße 17 74177 Bad Friedrichshall-Jagstfeld
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengemeinden Bad Friedrichshall/ Jagstfeld und Bad Friedrichshall/ Kochendorf Evangelischer Kindergarten Waldau Rosenweg 20 74177 Bad Friedrichshall-Kochendorf
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengemeinden Bad Friedrichshall/ Jagstfeld und Bad Friedrichshall/ Kochendorf Evangelischer Kindergarten Waldersee Neckarsulmerstr. 52 74177 Bad Friedrichshall-Kochendorf
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengemeinde Schwenningen Kindergarten Paul Gerhardt Mozartstraße 74 78054 Villingen-Schwenningen
Baden-Württemberg Evangelische Kirchengemeinde Schwenningen Kindergarten Wilhelmspflege Metzgergasse 7 78054 Villingen-Schwenningen
Baden-Württemberg Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart Tageseinrichtung Fasanenhofstr. Fasanenhofstr. 101 70565 Stuttgart
Baden-Württemberg Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart Tageseinrichtung Kafkaweg Kafkaweg 8 70437 Stuttgart
Baden-Württemberg Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart Tageseinrichtung Nachtigallenweg Nachtigallenweg 26 70199 Stuttgart
Baden-Württemberg Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart Tageseinrichtung Welsweg Welsweg 3 70378 Stuttgart
Niedersachsen AWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbH AWO Jugendhilfe und Kita gGmbH Graf-von-Moltke-Str. 12 21337 Lüneburg
Niedersachsen AWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbH AWO Jugendhilfe und Kita gGmbH An der Thomaskirche 3a 21224 Rosengarten
Niedersachsen AWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbH AWO Jugendhilfe und Kita gGmbH Schäferkamp 4 21614 Buxtehude
Niedersachsen AWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbH AWO Jugendhilfe und Kita gGmbH Spandauer Weg 41 31134 Hildesheim
Niedersachsen AWO Kreisverband in der Region Osnabrück e.V. AWO-Hort an der Jellinghausschule NAMENSÄNDERUNG: Hort am Schölerberg Jellinghausstr. 24 49082 Osnabrück
Niedersachsen AWO Kreisverband in der Region Osnabrück e.V. AWO-Kindergarten Bramsche-Sögeln Eckelkamp 3 49565 Bramsche
Niedersachsen AWO Kreisverband in der Region Osnabrück e.V. AWO-Kinderspielkreis Ueffeln Dorfstraße 2 49565 Bramsche
Niedersachsen AWO Region Hannover e.V. Kindertagesstätte Burgwedeler Straße Krippe/Kindergarten/Hort Burgwedeler Straße 91 30657 Hannover
Niedersachsen AWO Region Hannover e.V. Kita Kirchstraße NAMENSÄNDERUNG: Kindertagesstätte Hiltrud-Grote-Weg Kirchstr. 21 30449 Hannover
Niedersachsen AWO Region Hannover e.V. Kindertagesstätte Sylter Weg Krippe/Kindergarten/Hort Sylter Weg 20 30163 Hannover
Thüringen Stadtverwaltung Jena, Jugendamt/ Abt. Kindertagesstätten Kita Anne Frank Martin-Niemöller-Str. 7 07747 Jena
Thüringen Jenaer Diakonie gGmbH Kita Arche Noah Werner-Seelenbinder-Straße 26 07747 Jena
Thüringen Stadtverwaltung Jena, Jugendamt/ Abt. Kindertagesstätten Kita Pinocchio Dammstrasse 35 07749 Jena
Thüringen Stadtverwaltung Jena, Jugendamt/ Abt. Kindertagesstätten Kita Regenbogen Fregestr. 3 07747 Jena
Thüringen Internationaler Bund, Verbund Sachsen/Thüringen (FSJ)
Thüringen Sozialunternehmen G. Heckel, Kindertagesstätten gGmbH NAMENSÄNDERUNG: KiTaS Kindertagesstätten gGmbH

BundeslandTrägerEinrichtungAnschriftPLZ & Ort
Baden-WürttembergEv. Kirchenpflege StuttgartEv. Charlotten KindergartenNordbahnhofstr. 5870191 Stuttgart
Baden-WürttembergEv. Kirchenpflege StuttgartEv. Kindergarten OASEPelikanstr. 2670378 Stuttgart
Baden-WürttembergEv. Kirchenpflege StuttgartEv. SpitalwaldkindergartenPaul-Lincke-Str. 1970195 Stuttgart
Baden-WürttembergEv. HeilandsgemeindeEv. Stöckach KindergartenSickstr. 3770190 Stuttgart
Baden-WürttembergEv. Kirchenpflege StuttgartEv. WichernkindergartenTheodor-Veiel-Str. 11070374 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita EdelweißwegEdelweißweg 1170374 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita HohenloherstraßeHohenloherstrasse 3470435 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita Klara-NeuburgerKlara-Neuburger-Str. 270619 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita KolpingstraßeKolpingstrasse 6270378 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita LöwensteinerLöwensteiner Str. 4970437 Stuttgart
Baden-WürttembergJugendamt der Landeshauptstadt StuttgartKita SandbuckelSandbuckel 4770499 Stuttgart
Baden-WürttembergEv. Kirchenpflege StuttgartUrsula Pfäfflin KindergartenRostocker Str. 5370376 Stuttgart
BerlinTäks e.V.FreibeuterNaumannstraße 410829 Berlin
BerlinINA.KINDER.GARTEN gGmbHINA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Str.Rosenheimer Str. 20B10779 Berlin
BerlinTäks e.V.InselkinderGotenstraße 1810829 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita am SpekteseeSpekteweg 6313583 Berlin
BerlinINA.KINDER.GARTEN gGmbHKita Brüsseler StraßeBrüsseler Str. 3013353 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita Grüne AueBaderseestr. 1-512527 Berlin
BerlinINA.KINDER.GARTEN gGmbHKita Grüntaler StraßeGrüntaler Str. 3413359 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita HochkirchstrasseHochkirchstr. 15-1810829 Berlin
BerlinINA.KINDER.GARTEN gGmbHKita MarkgrafenstraßeMarkgrafenstrasse 8010969 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita Melli-Beese-HausMelli-Beese-Str. 3012487 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita MoissistraßeMoissistraße 17-1912489 Berlin
BerlinKindergärten CityKita Reichenberger Str.Reichenberger Str. 4010999 Berlin
BerlinFipp e.V.Kita SonnenkäferHolzmindener Str. 2312347 Berlin
BerlinTäks e.V.Short MafaldasHohenfriedbergstraße 1810829 Berlin
BerlinTäks e.V.TrallalaGotenstraße 1710829 Berlin
BrandenburgHaus Sozialer Integration e.V.Kita InselOderberger Chaussee 1116259 Bad Freienwalde
BrandenburgHaus Sozialer Integration e.V.Kita ZwergenlandHauptstr. 19 OT Bralitz16259 Bad Freienwalde
BremenLandesverband Ev. TE für Kinder der Bremischen Ev. KircheEv. Kita Dietrich-BonhoefferHeinrich-Plett-Allee 2728259 Bremen
BremenKiTa BremenKinder- und Familienzentrum Kornstr.Kornstr. 315-31728201 Bremen
NiedersachsenAWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbHFamilienzentrum ItzumSpandauer Weg 4131141 Hildesheim
NiedersachsenAWO Bezirksverband Braunschweig e.V.KiFaZ MuldewegIlmenaustraße 3138120 Braunschweig
NiedersachsenAWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbHKita & Hort im Familienzentrum NordstemmenAstrid-Lindgren-Weg 131171 Nordstemmen
NiedersachsenAWO Region Hannover e.V.

Kita Burgwedeler Straße / “Senator-Feldmann-Haus“

Burgwedeler Straße 9130657 Hannover
NiedersachsenAWO Jugendhilfe und Kindertagesstätten gGmbHKita Elise BartelsWiesenstraße 24a31134 Hildesheim
NiedersachsenAWO Region Hannover e.V.Kita FreudenthalstrasseFreudenthalstraße 7430419 Hannover
NiedersachsenAWO Region Hannover e.V.Kita KapellenbrinkKapellenbrink 1230655 Hannover
NiedersachsenAWO Bezirksverband Braunschweig e.V.Kita SchefflerstrasseSchefflerstrasse 3038126 Braunschweig
NiedersachsenAWO Bezirksverband Braunschweig e.V.Kita TriangelSchulweg 738524 Sassenburg
NiedersachsenFamS Zentrales Familien-Service-BüroTagespflege 1 Jahr – 7 JahreBrabandtstraße 538100 Braunschweig
NiedersachsenAWO Region Hannover e.V.Kita Kirchstraße NAMENSÄNDERUNG: Kindertagesstätte Hiltrud-Grote-WegKirchstr. 2130449 Hannover
ThüringenKommunale Kindertagesstätten JenaKita BertollaMartin-Niemöller-Str. 707747 Jena
ThüringenKommunale Kindertagesstätten JenaKita Anne FrankMartin-Niemöller-Str. 707747 Jena
ThüringenStudentenwerk ThüringenKita LandgrafenstiegLandgrafenstieg 207743 Jena
ThüringenStudentenwerk ThüringenKita MerketalMerketalstraße 4899425 Weimar
ThüringenKommunale Kindertagesstätten JenaKita RegenbogenFregestr. 307747 Jena
ThüringenKommunale Kindertagesstätten JenaKita WeltentdeckerScharnhorststraße 107743 Jena
ThüringenKommunale Kindertagesstätten Jena

Montessori-Kita Munketal

Schützenhof Str. 707743 Jena

KiDs ist ein Projekt der Fachstelle Kinderwelten, um das Aktiv-Werden gegen Diskriminierung, die junge Kinder betrifft, zu intensivieren und ggf. öffentlichkeitswirksam zu vertreten.

KiDs kombiniert die langjährige Erfahrung und Expertise der Fachstelle Kinderwelten der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung mit Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Antidiskriminierungsberatung.

KiDs richtet sich an alle Menschen, die sich gegen Diskriminierung von jungen Kindern engagieren.

KiDs setzt sich ein für…

  • das Wahrnehmen von Diskriminierungen in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen,
  • das Wissen um die Wirkungen und Folgen von Diskriminierungen für Kinder,
  • Handlungs- und Interventionsstrategien gegen Diskriminierungen,
  • langfristig wirksame Präventionsmaßnahmen gegen Diskriminierungen.

Von Oktober 2016 bis Dezember 2019 hat KiDs das Modellprojekt „Antidiskriminierung als aktiver Kinderschutz in der Kita“ zu diskriminierungssensiblen Beschwerde- und Beteiligungsverfahren an der Kita und zu Antidiskriminierungsberatung für junge Kinder durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Das Moellprojekt wurde finanziert über Demokratie leben! vom BMFSFJ.

Seit dem 01.01.2020 bietet KiDs die berlinweite Antidiskriminierungsberatungsstelle für Kinder von 0-12 Jahre an. Dies wird durch die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung gefördert. Die Kofinanzierung erfolgt durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Für weitere Infos und Kontakt folgen Sie bitte www.kids.kinderwelten.net

 

In den gängigen Ausmalbüchern finden sich viele Kinder und ihre Familien nicht wieder. Repräsentation ist wichtig und stärkt Kinder in ihrer Identitätsentwicklung. Das KIDS POWER Ausmalbuch ist ein Angebot, in dem sich viele Kinder und ihre Familien wiedererkennen können.
Jetzt zum Download: https://kids.kinderwelten.net/de/Publikationen/

Kinder erleben Diskriminierung. Dennoch gibt es in Deutschland nur sehr wenige qualifizierte Beratungsangebote, welche Diskriminierungserfahrungen von jungen Kindern im Blick haben. Diese Broschüre ist ein ausführlicher Erfahrungsbericht zur Entwicklung und Erprobung eines spezifischen Beratungskonzepts in Fällen der Diskriminierung von Kindern im Alter von 0 bis 8 Jahre. Sie präsentiert damit die Erkenntnisse der Antidiskriminierungsberatungsstelle von „KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen!“ aus den Jahren 2016-2019 dar.

Publikation als Download

Alle Kinder erleben Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, die sie wütend oder traurig machen, die sie als ungerecht empfinden. Viele dieser Situationen landen nie in einem formalisierten Beschwerdeverfahren in der Kita. Für Kinder mit erhöhtem Diskriminierungsrisiko ist es schwieriger, sich zu beschweren. Diskriminierungserfahrungen können zudem das Wohl eines Kinds nachhaltig gefährden und traumatisierende Wirkung haben. Und immer sind es Erwachsene, die entscheiden, auf welche Beschwerde sie wie eingehen. Die Arbeitshilfe erklärt den Zusammenhang von Diskriminierungen und Beschwerden und bietet vielfältige Praxisanregungen.

Publikation als Download

Das Gutachten stellt die möglichen einschlägigen Rechtsgrundlagen dar. Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Eltern und sorgeberechtigte Personen, sich gegen Diskriminierung der von ihnen vertretenen jungen Kinder zu wenden? Welche Verpflichtungen ergeben sich für die Kindertageseinrichtungen und die Träger, Maßnahmen gegen Diskriminierungen in ihrer Einrichtung umzusetzen? In welchem Maße ist die Senatsverwaltung für Bildung im Rahmen der Kita-Aufsicht zuständig, Diskriminierungsschutz an der Kita umzusetzen? Welche rechtlichen Lücken bestehen aktuell sowohl im Bereich der Rechte als auch im Bereich der Pflichten von Kitaträgern? Und welche Änderungen sind bei Inkrafttreten des Berliner AntiDiskriminierungsgesetzes zu erwarten?

Rechtsgutachten als Download

 

 

Vorurteilsbewusste Kinderbücher

Kinderbücher sind wichtige Medien, denen Kinder Informationen über die Welt entnehmen. Auch aus Kinderbüchern konstruieren sich Kinder ihr Bild von sich selbst und von anderen Menschen. Die Fachstelle Kinderwelten erstellt Empfehlungslisten, in denen Rezensionen von Kinderbüchern zu finden sind, die Vielfalt repräsentieren. Das Vorwort zu den Handreichungen, das die Hintergründe unserer Auswahl beleuchtet, finden Sie hier.

Um die überwältigende Vielfalt der jährlich erscheinenden Kinderbücher mit der diskriminierungskritischen Brille zu sichten, haben wir Kriterien erarbeitet, die helfen, Kinderbücher auf Einseitigkeiten und Stereotypen hin kritisch zu überprüfen.

Einen Text mit ausführlicheren Prüffragen finden Sie hier.

In unseren Empfehlungslisten haben wir Kinderbücher zusammengestellt, die wir für die vorurteilsbewusste, inklusive Praxis empfehlen:

Extra: Außerdem haben wir Kinderbuchempfehlungen zu bestimmten Themen zusammengestellt

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte per E-Mail (kone@situationsansatz.de) an Gabriele Koné.

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Eine Auswahl empfehlenswerter Kinderbücher für die vorurteilsbewusste, inklusive Praxis stellen wir pädagogischen Einrichtungen zur kostenlosen Ausleihe in Bücherkoffern zur Verfügung.

Hier finden Sie die Listen der Bücher, die im Koffer enthalten sind:

Des Weiteren gibt es einen Bücherkoffer zum Thema Flucht & Migration für Kinder von 3 bis 9 Jahren.

Bitte beachten Sie, dass wir die Koffer nur mit den angegebenen Büchern ausgeben können, eine individuelle Zusammenstellung übersteigt leider unsere Kapazitäten.

Die Bücherkoffer können in der Fachstelle jeweils für vier Wochen kostenlos ausgeliehen werden. Die Abholung kann nur nach Vereinbarung stattfinden.

Abholort ist unser Büro in der Muskauer Straße 53, 10997 Berlin im 3.OG, es gibt einen Fahrstuhl im Hof. 

Beachten Sie in Bezug auf den Transport bitte, dass sich die Bücher in Rollkoffern befinden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail (humborg@situationsansatz.de) an Paula Humborg.

Download Bücherkoffer-Flyer

Zum Buch „ESST IHR GRAS ODER RAUPEN?“ haben Gabriele Koné und Ilka Wagner Begleitmaterial zu folgenden Themen erstellt: Kostenloser Download

Zum englischen Buch „The Day You Begin“ hat die Fachstelle Kinderwelten eine Übersetzung erstellt: Übersetzung „The Day You Begin“

Wollen Sie sich zu vorurteilsbewussten Kinderbüchern fortbilden? Oder eine Veranstaltung mit Eltern oder anderen Interessierten durchführen? Oder die Bücherkoffer bei einer Dienstbesprechung vorstellen lassen?

Das ist möglich! Wir kommen zu Ihnen in die Kita oder Sie kommen zu uns in die Fachstelle!

Folgende Fortbildungen zu den Kinderbüchern können Sie über die Fachstelle buchen:

  • Vorstellung der Bücherkoffer im Rahmen einer Teamsitzung (2 bis 3 Stunden)
  • Ganztägige Fortbildung: Einführung in Vorurteilsbewusste Kinderliteratur – Welche Bücher brauchen unsere Kinder?
  • Ganztägige Fortbildung: „Heikle“ Themen im Bücherkoffer
  • Ganztägige Fortbildung zu einem thematischen Schwerpunkt der Kinderbücher
  • Mehrtägige Fortbildung (2 bis 5 Tage), die eine intensive Beschäftigung mit vorurteilsbewusster und vielfältiger Arbeit mit Kinderbüchern ermöglicht
    Termine und weitere Schwerpunkte können vereinbart werden.

Wir veröffentlichen halbjährlich das „KiDs aktuell“, in denen wir einzelne Aspekte von pädagogischer Praxis und gelebtem Alltag mit jungen Kindern vorurteilsbewusst und diskriminierungssensibel beleuchten. Sie richten sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte und alle weiteren Bezugspersonen junger Kinder.

In der Ausgabe 01/18 beschäftigen wir uns mit der vielfaltsbewussten und diskriminierungssensiblen Auswahl von Kinderbüchern, und werfen einen kritischen Blick auf den eigenen Bücherbestand.

Specht, Anabell (2019): Armut als Thema in Kinderbüchern aus menschenrechtlicher Perspektive. Zur Masterarbeit

Kübler, Annette (2014): Zum kritischen Umgang mit Kinderbüchern, erschienen in der Broschüre „Wenn Rassismus aus Worten spricht“, 2014, ZWST. Zum Artikel

Richter, Marlen (2013): Interview zur diskriminierenden Sprachen in Kinderbüchern mit Sandra Richter, erschienen auf Betreut.de 03/2013 Zum Artikel

Lindemann, Ulla (2004): Tausend Familien und Willi Wiberg auf Arabisch. Über die vorurteilbewusste Auswahl von Kinderbüchern, erschien in Betrifft KINDER, Heft 2, 2004, S.28-29. Zum Artikel

Wagner, Petra (2003): Kinder brauchen Bücher – und welche?, erschienen in Blickpunkt Berliner Kitas 1/2003. Zum Artikel

Bleck, Tanja (2016): Leseförderung und Geschlecht in Bilderbüchern: Was bedeutet Geschlechtervielfalt und wie kann sie in der Leseförderung angemessen berücksichtigt werden? Saarbrücken: AV Akademikerverlag. Zum Artikel!

Wolradt, Eske, Text von Baustelle Inklusion: Worte tun im Herzen weh

Vorurteilsbewusste Spielmaterialien

Spielmaterialien dienen Kindern dazu, sich die Welt über Nachahmung anzueignen. Sie transportieren gesellschaftliche Wert- und Normvorstellungen und geben Kindern Informationen über sich selbst und ihre Umwelt.

Überlegungen beim Kauf von vorurteilsbewussten Spielmaterialien

Die Fachstelle Kinderwelten hat eine Liste mit Spielmaterialien zusammengestellt, die Vielfaltsaspekte repräsentieren. Die Übersicht über vielfältige Spielmaterialien finden Sie hier.

Eine Checkliste und Überlegungen für den Kauf von vorurteilsbewussten Spielmaterialien können Sie hier herunterladen.

Die Fachstelle Kinderwelten arbeitet seit vielen Jahren mit dem Berliner Online Shop Diversity-Spielzeug zusammen, unter diversity-spielzeug.de ist eine geeignete Auswahl an vorurteilsbewussten Spielmaterialen zu beziehen. Des Weiteren gibt es die Online Shops Tebalou, tebalou.de und Diversity is Us, diversity-is-us.de

Hinweise zum Umgang mit digitalen Medien

Digitale Medien sind aus der Welt vieler Kinder nicht mehr wegzudenken. Aus unserer Sicht ist es wichtig, Kinder im Umgang damit zu begleiten. Unsere Überlegungen dazu haben wir in diesem Text zusammengestellt, ergänzt um eine kleine Auswahl geeigneter Videospiele, die Vielfalt repräsentieren.

Anleitung zum Umgestalten von Barbies

Hier finden Sie eine Anleitung zum Umgestalten von Barbies.

Vorurteilsbewusste Kinderlieder

Hier finden Sie Anregungen zur Auseinandersetzung rund ums Thema Kinderlieder. 

Weitere Texte zu vorurteilsbewusste Spielmateralien

Kids aktuell: Wir veröffentlichen halbjährlich das „KiDs aktuell“, in denen wir einzelne Aspekte von pädagogischer Praxis und gelebtem Alltag mit jungen Kindern vorurteilsbewusst und diskriminierungssensibel beleuchten. Sie richten sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte und alle weiteren Bezugspersonen junger Kinder.

Die Ausgabe 02/17 beschäftigt sich mit Spielmaterialien zu Vielfalt.

Ein Artikel von Gabriele Koné und Katrin Macha:
„Die Puppe sieht aus wie ich!“ (Fehlende) Vielfalt in Spielmaterialien Anregungen für eine diskriminierungssensible Praxis.

Fortbildungen zu vorurteilsbewussten Spielmaterialien

Wir bieten Fortbildungen zum Thema vorurteilsbewusste Spielmaterialien an.

Sprechen Sie unser Team in der Fachstelle gerne dazu an!

Mit Kindern über Gerechtigkeit, Hänseleien und Ausgrenzung ins Gespräch kommen: Dafür sind Persona Dolls® bestens geeignet.

Persona Dolls® sind Puppen mit Persönlichkeit. Sie haben einen Namen, eine Familie, ein Zuhause und sprechen bestimmte Sprachen. Sie haben ein Lieblingsgericht und mögen manches Essen überhaupt nicht, sie machen manches gerne und kriegen manches nicht gut hin. Sie sind etwa 80 cm groß und haben genau wie die Kinder, die in Deutschland aufwachsen, unterschiedliche Haut-, Haar- und Augenfarben. Sie haben unterschiedliche Körperformen und benutzen mal ihre Beine, mal einen Rollstuhl und mal eine Gehhilfe, um sich zu bewegen. Sie leben in Familien, die genauso vielfältig sind wie die Familien der Kinder in den Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen. Sie wachsen mit einem Vater und einer Mutter auf, leben bei alleinerziehenden Eltern, in Adoptiv- oder Pflegefamilien. Persona Dolls® repräsentieren die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten von Kindern und bringen Kinder mit ihnen in Begegnung.

Persona Dolls® besuchen Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen und laden sie regelmäßig zu einem Gespräch ein. Der Besuch wird vorher von der Pädagogin angekündigt. Die Kinder sitzen im Kreis und warten mit großer Spannung auf sie. Wenn die Puppe hereinkommt, werden sie sofort magisch von ihr angezogen. Wird die Puppe erst einmal vorgestellt, akzeptieren die Kinder sie schnell als Freundin oder Freund. Häufig erzählt die Persona Doll® von ihren schönen, lustigen und aufregenden Erlebnissen. Manche Erfahrungen teilen die Kinder auch, manche sind neu für sie. Sie berichten der Persona Doll® und den anderen Kindern im Gesprächskreis, welche Erfahrungen sie machen, was sie dazu wissen, denken und fühlen. Sie stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Sobald sie miteinander vertraut sind, erzählt die Persona Doll® auch von Erlebnissen, die mit Ausgrenzung, Hänseleien und Ungerechtigkeit zu tun haben: Wie fühlt sich die Persona Doll®, wenn sie nicht mitspielen darf, weil sie im Rollstuhl sitzt? Oder weil sie ein Mädchen bzw. ein Junge ist? Oder wenn fremde Erwachsene ungefragt immer wieder ihre Haare anfassen und dann auch noch Schokokeks zu ihr sagen? Haben die Kinder ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennen sie das auch? Wie haben sie sich dabei gefühlt? Gemeinsam überlegen die Kinder, wie sie der Persona Doll® helfen können. Wem kann die Puppe erzählen, was ihr passiert ist? Wer kann helfen? Wie kann man das sagen? Angeregt durch die Pädagogin üben die Kinder, wie und mit welchen Worten sie sich in solchen Situationen wehren können.

Mit Persona Dolls® leistet die vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung einen wesentlichen Beitrag zu einer demokratischen Kultur des Aufwachsens. Die Methode der Persona Dolls®  hat ihren Ursprung in den USA und wird unter anderem in Ländern wie Australien, England, Dänemark und den Niederlanden angewandt. Die Fachstelle Kinderwelten hat diese Methode im Jahr 2001 für Deutschland adaptiert und weiterentwickelt. Sie wird im Rahmen ihres pädagogischen Ansatzes »Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung©« umgesetzt.

 

Welche Botschaften empfangen Kinder über das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft? Welche Bedeutung haben diese Botschaften für ihr Bild von sich selbst und von anderen? Was bedeutet das für ihre Lernmotivation? Und welche Informationen und Werte wollen wir als Pädagoginnen und Pädagogen den Kindern geben? In der vorurteilsbewussten Pädagogik stehen diese Fragen im Fokus. Mit Hilfe der Persona Dolls können wir Lernsituationen gestalten, in denen Kinder ermutigt und angeregt werden, ihre Gedanken zu äußern, sich in andere einzufühlen, über Ungerechtigkeit nachzudenken und zu überlegen, was man dagegen tun kann.

Der Film gibt eine Einführung in den Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen. Er stellt die Arbeit mit Persona Dolls als eine Methode der vorurteilsbewussten Arbeit vor.

In sorgfältiger Handarbeit wurden Persona Dolls von 2003 bis 2017 von der Potsdamer Puppenmacherin und Europäischen Ethnologin M.A. Petra Fischer mitentwickelt und hergestellt.

Ein Film von Roswitha Weck im Auftrag des Projekts Kinderwelten / Internationale Akademie Berlin gGmbH (INA) (2008).

Praxisbeispiele

Die fünf Praxisbeispiele zeigen Gesprächsrunden mit Kindern und veranschaulichen die vier Ziele der vorurteilsbewussten Arbeit:

 

Teil 1: Identitäten stärken – Woher kommt mein Name?

 

Teil 2: Sich aktiv mit Vielfalt auseinandersetzen – Haben Jungen lange Haare?

 

Teil 3: Kritisch werden – Kann Max nicht spielen?

 

Teil 4: Aktiv werden – Wie kann Max mitspielen?

 

Teil 5: Max und Sabine – die ganze Geschichte

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

In der Fachstelle Kinderwelten finden regelmäßig Kurse zur Qualifizierung als Multiplikator*in für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung statt. Die vollständige Qualifizierung umfasst 2 Teile:

  • Grundlagenkurs

  • Aufbaukurs (Schwerpunkt: Praxisbegleitung oder Persona Dolls)

Grundlagenkurs

Der Grundlagenkurs befähigt die Teilnehmer*innen zur Tätigkeit als Referent*in für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und bildet die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Aufbaukurs.

Format: 15 Tage

Zielgruppe: Kitaberater*innen, Fortbildner*innen, Kitaleiter*innen


Aufbaukurs

  • Schwerpunkt Praxisbegleitung

Beim Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Praxisbegleitung qualifizieren sich die Teilnehmer*innen für die Vermittlung des Ansatzes im Rahmen von Fortbildungen, fachlicher Beratung und in der Begleitung von Kindertageseinrichtungen. Parallel zum Aufbaukurs begleiten die Teilnehmer*innen eine Kindertageseinrichtung bei der Implementierung des Ansatzes.

Format: 13 Tage

  • Schwerpunkt Persona Dolls®

Der Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Persona Dolls® befähigt die Teilnehmenden Fortbildungen zur Methode der Persona Doll durchzuführen. Grundlegender Bestandteil dieses Kurses ist die Arbeit mit einer Persona Doll® in einer Kindergruppe. Deshalb benötigt jede*r Teilnehmende im Vorfeld eine Kindergruppe, in der sie*er die Persona Doll® erproben kann.

Format: 10 Tage

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Die folgenden Fragen werden uns immer wieder gestellt. Wir versuchen hier, sie zu beantworten. Welche Fragen haben Sie? Senden sie uns eine E-Mail!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

„Kinderwelten“ sind die vielen Welten, in denen Kinder aufwachsen. Es sind die jeweils spezifischen Ausschnitte von Lebenswirklichkeit mit großen Unterschieden der Familienkulturen, der Auswirkungen sozialer Ungleichheit, der Verfügung über Ressourcen, der gesellschaftlichen Anerkennung und der Zukunftsperspektiven.

„Kinderwelten“ sind auch die eigensinnigen Bilder von der Welt, von sich selbst und von anderen in dieser Welt, die Kinder in einem aktiven Aneignungs- und Lernprozess konstruieren. In diesem Prozess verarbeiten sie auf kreative Weise auch die bewertenden Botschaften über sich und andere Menschen, die sie aus ihrem Umfeld erhalten.

Nach einigen Diskussionen haben wir 2000 beschlossen, unser erstes Projekt zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung so zu nennen – und uns damit diese beiden Aspekte der Welten der Kinder immer wieder in Erinnerung zu rufen. Inzwischen steht der Name für unseren Ansatz.

Niemand ist vor Vorurteilen gefeit. In privaten Beziehungen treiben sie munter ihre Blüten: Auf der Grundlage von Vorurteilen urteilt man schnell über andere, trifft Entscheidungen, mit wem man zu tun haben will und mit wem nicht usw. Doch die Auswirkungen von Vorurteilen überschreiten das Private. Sie wiegen teilweise schwer und das ist der Grund, sich mit ihnen zu beschäftigen, wie wir das in der Fachstelle Kinderwelten tun. In ungleichen Machtverhältnissen werden Vorurteile häufig zur Rechtfertigung von Diskriminierung und Ausgrenzung mancher Menschen oder sozialen Gruppen  herangezogen. Je nachdem, welchen gesellschaftlichen Einfluss eine Person hat und wie weit sie sich bei ihrer Einflussnahme von ihren Vorurteilen leiten lässt, können solche Vorurteile Menschen privilegieren oder benachteiligen. Das heißt, sie bleiben keine „private“ Angelegenheit, ihre Auswirkungen gelangen in die öffentliche Sphäre, dahin, wo es um den Zugang zu Ressourcen und Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen geht. Autoritätspersonen in öffentlicher Verantwortung und Menschen in Machtpositionen – hierzu gehören auch Erzieher_innen und Lehrer_innen – sollten sich mit vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung befassen, damit sie sich dieser Reichweite ihres Handelns bewusst werden. Sie sollten es tun, um Machtvorteile nicht zu missbrauchen, die sie in ihrer öffentlichen Rolle oder über ihr Amt haben. Es ist allerdings ebenso sinnvoll im Privaten, da Etikettierungen, Vorurteile und stereotype Zuschreibungen auch in privaten Beziehungen das Zusammenleben ungemein erschweren können.

Fortbildungen zur vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung im Kindergarten richten sich nicht deshalb an pädagogische Fachkräfte, weil sie mehr Vorurteile als andere soziale Gruppen in der Gesellschaft hätten. Jedenfalls ist uns darüber nichts bekannt. Wir wissen auch nicht, ob sie weniger Vorurteile haben als andere. Wie dem auch sei – es geht nicht darum, mit der Gruppe zu beginnen, die vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung „am nötigsten“ hat. Wer will sich anmaßen, das zu bestimmen? Dass wir bei der Fortbildung von Erzieher_innen ansetzen, hat eher pragmatische Gründe: Wir sind in erster Linie an der Entwicklung des Praxisfeldes Kindergarten, Krippe und Schule interessiert  und haben hier unseren fachlichen Schwerpunkt. Es sind hauptsächlich die pädagogischen Fachkräfte , die als Profis die Qualitätsentwicklung  in den Bildungsinstitutionen tragen. Sie sind dem Anspruch verpflichtet, alle Kinder in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen. Vor dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Lebensumstände, in denen Kinder in Deutschland aufwachsen, ist dies eine immense Anforderung -an uns alle. Wir unterstützen Fachkräfte  bei ihren Aufgaben.

Natürlich ist es sinnvoll, wenn sich Mütter und Väter damit beschäftigen, was sie als Eltern zur vorurteilsbewussten Erziehung ihrer Kinder beitragen können. Aber es ist nicht richtig, dass Kinder Vorurteile ausschließlich oder insbesondere von ihren Eltern lernen. Sobald sich ihr Bewegungsradius vergrößert, nehmen Kinder Informationen und Botschaften über die Welt und über Menschen von überallher auf. Deshalb erschrecken manche Eltern über Äußerungen ihrer Kinder, die sie so nie von ihnen gehört haben können. Wenn die Dreijährige sagt: „Nein, Saniye soll nicht mitessen, sie hat so dunkle Haut!“, dann sind die Eltern, die seit Jahren mit Saniye befreundet sind, schockiert. Möglicherweise hat das Kind genau eine solche Äußerung auch wirklich nirgendwo gehört. Es kann sein, dass es diese Äußerung „selbst gemacht“ hat. Kinder übernehmen nämlich Vorurteile nicht einfach 1:1 aus ihrer Umgebung. Sie verknüpfen das, was sie wahrnehmen, mit vorausgegangenen Informationen und dies immer gemäß ihrer wachsenden kognitiven Fähigkeiten. Man müsste ihre Äußerungen daher immer auch als Ausdruck ihrer gewachsenen Kompetenz und ihrer Klugheit sehen. Und es ist müßig, herausfinden zu wollen, woher sie es haben, denn einseitige Botschaften gibt es einfach überall. Wichtiger ist zu verstehen, was sie damit ausdrücken wollen und verständnisvoll und auch entschieden zu reagieren. Im Fall der Dreijährigen könnte es sein, dass sie lieber nicht in größerer Gesellschaft essen, sondern die eine Bezugsperson lieber „für sich“ haben wollte. Ein solches Bedürfnis ist legitim und dennoch kann ihm nicht immer entsprochen werden. Eltern sollten ruhig nachfragen und die Bedürfnisse der Kinder nicht verurteilen. Und sie sollten klarstellen, dass das Miteinander essen und die Hautfarbe der Freundin nichts miteinander zu tun haben. Was sie noch tun können: Für eine Lernumgebung sorgen, in der man aufmerksam ist für Stereotype und Stigmatisierungen. Nicht vorurteilsfrei sein, denn das ist niemand, sondern vorurteilsbewusst. Das gilt für Eltern, Erzieher_innen, Lehrer_innen – für alle Erwachsenen, die Verantwortung tragen für eine „Kultur des Aufwachsens“.

Angehörige der Mehrheit sind häufig empört oder enttäuscht darüber, dass Angehörige von Minderheiten nicht toleranter oder aufgeschlossener sind als andere Menschen, obwohl sie es – so ist die Erwartung – auf Grund ihrer Erfahrungen doch sein müssten. Vorurteile im Sinne pauschaler Urteile über Menschen, positiver wie negativer, die auf Verallgemeinerungen und stereotypen Zuschreibungen beruhen, gibt es überall, wo Menschen zusammenkommen. Nicht nur die Angehörigen der Mehrheit haben Vorurteile, sondern Angehörige der Minderheiten ebenfalls. Warum auch nicht? Dass jemand selbst das Opfer negativer Vorurteile ist, schützt ihn oder sie nicht automatisch davor, selbst welche zu entwickeln. Auch diese belasten zweifellos die Kommunikation und die Zusammenarbeit. Allerdings haben Minderheiten weniger Machtmittel als die Angehörigen der gesellschaftlich einflussreicheren Mehrheit. Zu den Privilegien der letzteren gehört es, die negativen Begleiterscheinungen der Ungleichverhältnisse auszublenden und weder die Benachteiligungen Anderer noch die eigenen Vorrechte zu sehen. Sie können die eigene Sichtweise als die gesellschaftlich wirkmächtigere immer wieder durchsetzen und erneuern – ohne dies unbedingt zu bemerken. Die „Dominanzkultur“ ist eine Ordnung, die Normalität definiert und damit Hierarchien immer wieder herstellt. Das Festhalten am Privileg, die Leiden und negativen Folgen der Ungleichverhältnisse ignorieren zu können, behindert den Einsatz für Gerechtigkeit. Es ist der Grund, warum die Angehörigen der Mehrheit beginnen müssen – nämlich damit, das Absolutsetzen der eigenen Sichtweise in Frage zu stellen. Und andere Perspektiven wahrzunehmen. Der Schrifsteller Chinua Achebe sagt es in einfachen Worten: „The strong must learn to listen to the weak“. Darin liegt für ihn die Chance, dass Gerechtigkeit erkämpft wird: „If we had enough imagination to put our selves in the shoes of the oppressed, then things would change“.

Die Erfahrung, dass ein bestimmtes Merkmal eines Menschen zum Gegenstand von Hänselei und Spott oder sogar von Ablehnung und Ausschluss wird, machen Kinder täglich. Dabei können die „Parteien“ wechseln: Mädchen oder Jungen, die sich eben noch über ein Kind lustig machen, werden kurz darauf selbst zurückgewiesen oder ausgelacht. Es ist jedoch nicht dem Zufall geschuldet, welche Merkmale hervorgehoben oder zum Ausschlusskriterium gemacht werden. Hier spiegeln sich gesellschaftliche Bewertungen wider, die entlang der Unterscheidung nach Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, sozialer Schicht oder körperlicher Besonderheit existieren. Diese Bewertungen sagen etwas über den gesellschaftlichen Status von Menschen oder sozialen Gruppen  aus, über Privilegien oder Benachteiligungen, die sie in bestimmten Konstellationen und Situationen haben oder akzeptieren sollen. Kinder sind vor diesen Realitäten nicht abzuschirmen. Wach und aktiv, wie sie sind, entnehmen sie ihrer Umgebung ständig Informationen über die Beschaffenheit dieser Welt, auch der sozialen Welt. So werden Vorurteile und Diskriminierung auch zu Angelegenheiten der Kinder. Gibt es keinen Widerstand dagegen, keine Beispiele von Solidarisierung und zivilgesellschaftlichem Engagement, können Kinder schlussfolgern, Ungerechtigkeiten wie die Abwertung und Ausgrenzung von Menschen seien in dieser Welt „normal“ und müssten hingenommen werden.

Zu den bedeutsamen Lebenssituationen von Kindern in Deutschland gehört die Vielfalt an Lebensweisen von Menschen, mit der sie in ihrem nahen und weiteren Umfeld konfrontiert sind. Sie sind es spätestens in den Kindertageseinrichtungen und Schulen, wenn sie mit Kindern aus Familien zusammen kommen, die anders aussehen, sich anders benehmen, anders sprechen, an einen anderen Gott glauben und anderes essen und feiern als ihre eigene Familie. Sie sind konfrontiert als Stadtkinder wie als Dorfkinder, als Kinder im Westen wie im Osten, als Kinder aus Familien, die aus wohlhabenden oder ärmeren Verhältnissen kommen als Kinder von Eltern, die jüngst hier eingewandert oder hierher geflüchtet sind wie auch als Kinder, deren Familien seit Generationen hier leben. Natürlich war auch die frühere „Homogenität“ nur eine relative, soziale Unterschiede und Zuwanderung z.B. hat es immer gegeben. Die Palette an Unterschieden ist zweifellos breiter und bunter geworden. Aber auch wenn ihnen die Werbung glauben machen will, Unterschiede seien schön, trendy, „in“ und als wäre es das einfachste der Welt, zusammen zu kommen und gemeinsam das Leben zu genießen, so machen Kinder die Erfahrung, dass die Unterschiede unterschiedlich bewertet werden. Manche Merkmale von Menschen gelten als positiv, manche als negativ. Mit manchen Menschen ist Kontakt erwünscht, mit manchen nicht. Über manche hat man schlechte Meinungen, ohne jemals Kontakt gehabt zu haben. Es gibt Vorbehalte und Vorurteile, stereotype Bilder und Stigmatisierungen. Es gibt Unterschiede, die so unüberbrückbar erscheinen, dass Kinder nichts miteinander anfangen können und sich fern bleiben, auch wenn sie in derselben Kindergruppe oder Klasse sind. Wie Kinder die Bewertung von Unterschieden erleben, ist sehr stark daran geknüpft, welcher gesellschaftlichen Gruppe sie und ihre Familie angehören. Je nachdem, ob Kinder der dominanten Mehrheit oder einer marginalisierten Minderheit angehören, erleben sie die in den Werturteilen enthaltenen Normvorstellungen als Bestätigung oder Ablehnung ihres So-seins. Werden die Normvorstellungen nicht reflektiert, so bedeuten sie eine Beschädigung für alle Kinder durch die implizite Botschaft, anderen überlegen oder unterlegen zu sein.

Beim Umgang mit Unterschieden gibt es zwei Fallen: Unterschiede ignorieren und Unterschiede überbetonen. Beim Ignorieren von Unterschieden werden Kinder nicht unterstützt, die von ihnen wahrgenommenen Unterschiede zwischen Menschen zu benennen und sachlich zu erklären. Beim Überbetonen der Unterschiede („Othering“ oder Be“ander“ung) wird eine große Kluft zwischen „Wir“ und „Anderen“ konstruiert, gleichzeitig wird die Höherbewertung von „Wir“ als „normal“ und die Abwertung der „Anderen“ als „abweichend“ behauptet. Im Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung als inklusives Praxiskonzept geht in einem umfassenderen Sinne um Respekt für die Vielfalt und gleichzeitig um das Nichtakzeptieren von Diskriminierung und Ausgrenzung. Dies ist überall da gefordert, wo ungleiche Machtverhältnisse dafür sorgen, dass bestimmte Merkmale von Menschen zur Benachteiligung oder zum Privileg gereichen – also praktisch überall in unserer Gesellschaft. Der Ansatz „passt“ daher in jeder Einrichtung, er richtet sich nicht speziell an Einrichtungen, die z.B. viele Kinder mit Beeinträchtigungen, unterschiedlichen Familienkulturen und -sprachen,  mit großen sozio-ökonomischen Unterschieden der Familien haben. Der Ansatz hilft zu erkennen, entlang welcher Unterscheidungen im jeweiligen Kontext Diskriminierung verläuft: Welches Merkmal spielt welche Rolle? Welche Auswirkungen hat die Privilegierung, welche die Benachteiligung? Welche Interessen werden dadurch unterstützt? Welche Formen der Verinnerlichung von Dominanz und Unterdrücktsein gibt es? Sozioökonomische und zeitgeschichtliche Entwicklungen spielen eine Rolle. So zeigten die Reflexionen in einem Projekt, dass die Sozialisation der Beteiligten in Süddeutschland stark geprägt war von Zugehörigkeiten zur christlichen Kirche, und dass sich Ausgrenzung daran festmachte, welcher Konfession man angehörte. Kolleg*innen in Thüringen erkundeten, worin sich die Lebensverhältnisse der Kinder in ihren Einrichtungen unterschieden und stellten insbesondere sozio-ökonomische Unterschiede fest. Gleichzeitig überschnitten sich diese mit Aspekten von Herkunft im Falle von zugewanderten Familien und mit dem Aspekt Beeinträchtigungen/Behinderungen. Im Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung werden Ursachen und Reichweite der abwertenden Unterscheidungen in den Blick genommen, die es in einem bestimmten Kontext tatsächlich gibt und unter denen Menschen leiden, auch mit ihren Überschneidungen (Intersektionalität). Ziel ist, sie nicht länger hinzunehmen und damit dort zu beginnen, wo Kinder sind: in Krippen, Kitas und Schulen.


Natürlich müssen die Strategien und Schwerpunkte einer vorurteilsbewussten Arbeit in Deutschland andere sein als in Kalifornien. Adaptationen in anderen europäischen Ländern (Niederlande, Belgien, Großbritannien) belegen die Notwendigkeit, den gesellschaftlichen Kontext jeweils genau zu bestimmen: Welche Differenzlinien sind hier relevant? Welche diskriminierenden Ideologien rechtfertigen hier die existierenden Benachteiligungen? Welche Formen von Diskriminierung gibt es, welche Reichweiten haben sie, wie wirken sie in den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen? Was davon in einem Arbeitszusammenhang wie dem unsrigen wahrgenommen und herausgefordert wird, hat viel mit der gesellschaftlichenden Positioniertheit von uns Akteur*innen zu tun und ist durch diese gefiltert. Hier liegen unsere eigenen „biases“, unsere Einseitigkeiten. In den ersten Jahren galt unser Augenmerk insbesondere der Diskriminierung entlang von Sprache (Linguizismus), der Herkunft (Rassismus), des Geschlechts (Sexismus, Heteronomativität), dann entlang des jungen Alters (Adultismus) und der sozialen Klasse (Klassismus). Mehr Augenmerk braucht in Zukunft die Diskriminierung entlang von Behinderung/ Beeinträchtigung (Ableismus). Erforderlich ist hierfür eine entsprechende Perspektivenvielfalt im Team.

Leitung: Petra Wagner
petra.wagner@kinderwelten.net


Fachstelle Kinderwelten im Institut für den Situationsansatz (ISTA)
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