In diesem Format möchten wir Euch teilhaben lassen an Diskussionsprozessen, die wir im Rahmen unserer Arbeit führen. Die Auswahl an Kinderbüchern ist ja riesig und alle Teilnehmer*innen der Arbeitsgruppe sind permanent dabei, Kinderbücher in Buchhandlungen, Newslettern etc. darauf zu scannen, ob sie für unsere Listen in Frage kommen. Bei vielen Büchern ist sofort klar, dass sie nicht in die nähere Betrachtung kommen, weil sie die Kriterien, die wir für die Auswahl anlegen, ganz offensichtlich nicht erfüllen. Bei andern Büchern sind wir uns bei genauerer Betrachtung schnell einig, dass im Buch doch Vorurteile bedient werden, die beim ersten Anschauen und/oder Lesen nicht aufgefallen sind. Und dann gibt es immer wieder Bücher, über die wir intensiv und auch kontrovers diskutieren, weil es Vorurteilsbewusstes gibt und gleichzeitig Aspekte, die in gewisser Hinsicht doch eine Einseitigkeit enthalten. Diese Diskussionen sind für uns oft sehr emotional, besonders, wenn diese Aspekte unserer eigenen Positionierung berühren oder die von Menschen, die uns nah sind. Dabei ist diese Auseinandersetzung für uns alle letztendlich bereichernd und wertvoll, weil sie Lernerfahrungen ermöglicht und Horizonte öffnet.

Wir Teilnehmer*innen der AG sind gesellschaftlich unterschiedlich positioniert und haben verschiedene Erfahrungshorizonte. Dass diese konstruktiven Auseinandersetzungen in unserer Arbeitsgruppe möglich sind, dazu braucht es viel Vertrauen: das Vertrauen zum einen, dass zugehört wird und zum anderen das Vertrauen, dass Einwände, auch wenn sie im ersten Moment von Einzelnen nicht nachvollziehbar sind, überdacht werden unter Reflexion der eigenen Positionierung. Wie das konkret aussieht, könnt Ihr in folgenden Texte nachlesen: 

Unsere Lerngeschichte zum Buch „Schlaf recht schön“

Unsere Lerngeschichte zum Buch „Der Koffer“