Institut für den Situationsansatz

Unser Angebot

Wir organisieren Fortbildungsveranstaltungen zum Situationsansatz und dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und führen diese sowohl bei Ihnen vor Ort als auch in unseren Räumen in Berlin durch.

Fortbildungen zum Situationsansatz und Qualitätsentwicklung koordinieren Simone Wahl und Beatrice von Gynz-Rekowski –  Kontaktformular.

Weiterbildungen zur Fachkraft für den Situationsansatz koordinieren Alexandra Ulrich-Uebel, Christiane Schweitzer und Beatrice von Gynz-Rekowski von W.ISTA.

Fortbildungen zum Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und zur Arbeit mit Persona Dolls koordiniert Susann Ratzsch von der Fachstelle Kinderwelten – Kontaktformular.

Sie nehmen Anfragen entgegen und entwickeln nach fachlicher Beratung Angebote für passgenaue Fortbildungen, sie informieren über die Konditionen und vermitteln Referent*innen. 

Wir kommen zu Ihnen

Möglich sind In-House-Fortbildungen, kitaübergreifende Fortbildungen, mehrteilige Kurse, Implementierungen mit Studientagen und fachlich begleiteten Praxisphasen, einzelne Workshops, Vorträge bei Fachtagen.

Träger oder Organisationen beauftragen uns, wir planen die Vorhaben und führen sie durch. Dafür sind unsere Referent*innen im ganzen Bundesgebiet unterwegs.

Sie kommen zu uns

In unseren Räumen in Berlin führen wir ebenfalls Fortbildungen durch. Hierfür melden sich Einzelpersonen bei uns an. Nähere Infos entnehmen Sie dem jährlichen Fortbildungsprogramm und dem Kalender auf dieser Seite.

*** Achtung! Corona-bedingt gibt es auch bei unseren Fortbildungen derzeit Einschränkungen, z.B. eine begrenzte TN-Zahl in unseren Räumlichkeiten. Unser Hygienekonzept wird Ihnen vor Fortbildungsbeginn mitgeteilt. ***

Aktuelle Fortbildungen

Sie kommen zu uns - Fortbildungsprogramm 2020

Das Fortbildungsprogramm 2020 im Institut für den Situationsansatz in der Muskauer Strasse 53 bietet Ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung© und zum Situationsansatz im Bereich Kita und Grundschule.

Über unser Online-Anmeldeformular können Sie sich zu allen Fortbildungen anmelden. Wählen Sie dazu bitte Ihre gewünschte Veranstaltung aus.

Wir bemühen uns um den Abbau von Barrieren, um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Bitte teilen Sie uns Ihre Wünsche, Fragen und Bedarfe mit. Eine Ermäßigung der Teilnahmegebühren ist auf Nachfrage möglich.

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum barrierereduzierten Zugang zu unseren Räumlichkeiten und zu der Anfahrt.

Hier finden Sie das Plakat und den Flyer zum Fortbildungangebot 2020 zum Ausdrucken. Auf Anfrage senden wir Ihnen gern ein Exemplar postalisch zu.

Unsere Fortbildungen in Berlin richten sich an alle Interessierte, Einzelpersonen und kleine Gruppen.

18 August 2020
21 August 2020
25 August 2020
27 August 2020
03 September 2020
07 September 2020
10 September 2020
11 September 2020
14 September 2020
21 September 2020
23 September 2020
25 September 2020
28 September 2020
08 Oktober 2020
29 Oktober 2020
12 November 2020
15 November 2020
16 November 2020
17 November 2020
18 November 2020
23 November 2020
26 November 2020
03 Dezember 2020
10 Dezember 2020
11 Januar 2021
20 Januar 2021
25 Februar 2021
10 März 2021
25 März 2021
02 Juni 2021

Fortbildungen zum Situationsansatz

Der Situationsansatz ist ein anspruchsvolles und modernes pädagogisches Konzept, das den Anforderungen des Lebens in einer Zeit des Wandels, der Veränderung, der Widersprüche, des Risikos, der Verschiedenheit, der Selbstverantwortung gerecht wird.

Der Situationsansatz verfolgt das Ziel, Kinder darin zu unterstützen, ihre Lebenswelten und unterschiedlichen Familienkulturen zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Inhalt des Lernens und der Bildung ist das vielfältige und widersprüchliche Leben der Kinder selbst, sind ihre Erfahrungen und Fragen, ihre unmittelbaren Erlebnisse und die Herausforderungen, die ihnen dabei begegnen.

Die Aneignung von Wissen und Können erfolgt durch Teilhabe am realen Leben, in dem Kinder als handelnde Subjekte eine Rolle spielen, in dem die Aneignung von Wissen und Können für sie einen Sinn und eine Bedeutung hat.

Inhalte

  • Einführung in die Theorie und Praxis des Situationsansatzes
  • Interne Evaluation im eigenen Team
  • Partizipation und demokratische Teilhabe von Kindern in der Kita
  • „Das Bild vom Kind“

Formate

  • Fortbildungen (ein- und mehrtägig)
  • Workshops (2 – 4 h)
  • Vorträge (1 h)
  • Praxisbegleitung von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen
  • Beratung

Der Umfang der Veranstaltung wird abhängig vom Thema und dem Bedarf der Teilnehmer*innen mit uns vereinbart.

Zum Kontaktformular.

Fachkraft für den Situationsansatz

Durch den Arbeitsbereich W.ISTA – Weiterbildung im ISTA werden Weiterbildungen in unterschiedlichen Formaten angeboten, die zum Zertifikat „Fachkraft für den Situationsansatz“ führen.

Weiterbildungen zur Fachkraft für den Situationsansatz werden seit 1998 im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Bis heute haben mehr als 2500 sozialpädagogische Fachkräfte an unseren Weiterbildungen teilgenommen. Referent*innen sind Expert*innen für Multiplikation im Situationsansatz (Level C-Zertifikat). Die laufende Curriculumentwicklung und Qualitätssicherung werden durch kollegiale Beratung in Rahmen der regionalen Curriculumentwicklungsgruppen und der Lenkungsgruppe von W.ISTA gewährleistet.

„Das pädagogische Konzept Situationsansatz ist eine Einladung, sich mit den Kindern auf das Leben einzulassen“ (Jürgen Zimmer). Es geht von Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien aus, erschließt sie als Lernsituationen und formuliert den Anspruch, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Lebenswelt gemeinsam gestalten und auf gesellschaftliche Prozesse Einfluss nehmen.

Der Situationsansatz bezieht Lernprozesse auf erfahrbare Schlüsselsituationen. Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in ihren Norm- und Sinnzusammenhängen erworben. Sachbezogenes und soziales Lernen bilden eine Einheit und verankern sich in personaler Kompetenz.

Externe Evaluationen haben nachgewiesen, dass die Konzeption eine tragfähige Grundlage für die Arbeit mit Kindern ist und nachhaltige Wirkung zeigt. In diesen Kindertagesstätten erleben die Kinder mitlernende Fachkräfte, welche die Eigenaktivität der Kinder herausfordern.

Das Leitbild des Situationsansatzes, die fünf Dimensionen und sechzehn pädagogische Grundsätze bilden die Grundlage für die Weiterbildung zur Fachkraft für den Situationsansatz. Sie bietet interessierten Teams die Möglichkeit, über die eigene Praxis nachzudenken und sie weiterzuentwickeln.

Die Weiterbildung unterstützt die sozialpädagogischen Fachkräfte in diesem Prozess, auch indem sie die aktuellen Bildungspläne der Länder und die trägerspezifischen Profile miteinbezieht.

Kompetenzprofil

 

Fachkräfte für den Situationsansatz

  • können relevante Schlüsselsituationen für die Bildungsprozesse der Kinder erkennen und analysieren
  • entwickeln und begründen die Ziele für die pädagogische Praxis für diese konkreten Situationen
  • kennen vielfältige Methoden zur Erschließung von Bildungsinhalten
  • reflektieren ihre Arbeit im Team
  • bauen Erziehungspartnerschaften mit Eltern auf
  • nutzen die Ressourcen des Sozialraums
  • verstehen Demokratie als einen Prozess von Aushandlung zwischen Menschen deren Lebensverhältnisse ungleich sind
  • nutzen Qualitätsentwicklungsinstrumente zur Verbesserung der eigenen Fachlichkeit und der konzeptionellen Arbeit

Weiterbildungsformate

Die Weiterbildung wird

  • in einer zweistufigen, geschlossenen Weiterbildungsgruppe (Level A, Level B)
  • in einem offenen Modulsystem und
  • als Teamfortbildung

angeboten.

Zertifizierte Fachkräfte für den Situationsansatz können sich zudem in einem Level C-Kurs zu Expert*innen für Multiplikation im Situationsansatz weiterqualifizieren.

Das Level A/B-Format empfiehlt sich vor allem für die trägerbezogene Weiterbildung. In einer stabilen Lerngruppe wird innerhalb von ein bis zwei Jahren ein Curriculum durchgeführt, dass mit einer Abschlussarbeit zu einem qualifizierten Abschluss führt.
Das Zertifikat Level A bescheinigt Grundlagenkompetenzen im Situationsansatz und berechtigt zur Teilnahme an Level B. Zudem wird es für die Module 1-3 angerechnet.

Das Zertifikat Level B ist der Fachkraft-Abschluss.

Im bundesweit dezentral angebotenen Modulsystem entscheiden die Teilnehmer*innen selbst, welche Module sie zu welchem Zeitpunkt belegen. Als Einstieg wird jedoch empfohlen, mit Modul 1 zu beginnen. Jedes Modul schließt mit einem qualifizierten Nachweis und einem Eintrag in das Studienbuch ab. Die Teilnahme an Modul 6 (Theorie / Geschichte und Abschluss) setzt den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme der Module 1 bis 5 voraus.

Bereits zuvor erworbene Qualifikationen zum Situationsansatz können nach individueller Prüfung anerkannt werden.

Mit der Teamfortbildung kann sich das Team ein gemeinsames Verständnis von den Grundlagen des Situationsansatzes erarbeiten, exemplarisch aktuelle Kindersituationen aufgreifen und pädagogisch sowie strukturell gestalten. Die Referent*innen arbeiten dabei sowohl mit dem Team wie mit der Leitung und vermitteln – soweit gewünscht – auch Grundlagen im Kontakt mit Ihnen als Träger. Jede Weiterbildung bezieht die aktuellen Bildungspläne der jeweiligen Länder und die trägerspezifischen Profile mit ein.

Weitere Informationen über Inhalte und Formate der Weiterbildung finden Sie unter W.ISTA – Weiterbildung im ISTA.

Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung©

Der Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung in Kitas und Schulen basiert auf dem Situationsansatz und dem Anti-Bias Approach und wird von der Fachstelle Kinderwelten seit 2000 entwickelt und verbreitet. Der Anti-Bias Approach von Louise Derman-Sparks und Kolleg*innen entstand in den 80er Jahren in Kalifornien für die Arbeit mit Kindern ab zwei Jahren.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ist ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit: Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Diskriminierung. Der Ansatz verfolgt den Anspruch der Inklusion, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Seine Prinzipien geben Orientierung für inklusive pädagogische Praxis.

Der Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung als inklusives Praxiskonzept verbindet individuelles und organisationales Lernen in Bildungseinrichtungen. Die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Einseitigkeiten und deren Auswirkungen muss auf einer persönlich-fachlichen Ebene erfolgen und in der ganzen Organisation. Dies erfordert eine systematische Qualitätsentwicklung, die auf Dauer angelegt ist und Investitionen erfordert. Sie ist verbunden mit Veränderungen auf der Ebene pädagogischen Handelns wie auch auf struktureller Ebene.

Inhalte

Grundlagen

  • „Es ist normal, dass wir verschieden sind“ – Einführung in die Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als inklusives Praxiskonzept
  • Vorurteilsbewusste Kinderbücher und (Spiel-)Materialien in der Kita
  • Adultismus – eine früh erlebte Diskriminierungsform
  • „Schritt für Schritt“ – Fortbildung zum Qualitätshandbuch für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Handlungsfelder

  • #1 Die Zusammenarbeit mit den Eltern vorurteilsbewusst gestalten
  • #2 Die Lernumgebung vorurteilsbewusst gestalten
  • #3 Die Interaktion mit Kindern vorurteilsbewusst gestalten
  • #4 Die Zusammenarbeit im Team vorurteilsbewusst gestalten
  • #5 Die Kita vorurteilsbewusst leiten

Weitere Themen

  • „Typisch Mädchen – typisch Jungen?“ – Gender als Thema in der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung
  • „Worte tun im Herzen weh…“ – Sprache und Identitätsentwicklung von Kindern
  • Jede*r ist willkommen – Kinder geflüchteter Familien in der Kita
  • Partizipation in der Kita
  • Kinderrechte

Formate

  • Fortbildungen (ein- und mehrtägig)
  • Workshops (2 – 4 h)
  • Vorträge (1 h)
  • Praxisbegleitung von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen
  • Beratung

Der Umfang der Veranstaltung wird abhängig vom Thema und dem Bedarf der Teilnehmer*innen mit uns vereinbart.

Die Methode Persona Dolls®

Mit Kindern über Gerechtigkeit, Hänseleien und Ausgrenzung ins Gespräch kommen: Dafür sind Persona Dolls® bestens geeignet.

Persona Dolls® sind Puppen mit Persönlichkeit. Sie haben einen Namen, eine Familie, ein Zuhause und sprechen bestimmte Sprachen. Sie haben ein Lieblingsgericht und mögen manches Essen überhaupt nicht, sie machen manches gerne und kriegen manches nicht gut hin. Sie sind etwa 80 cm groß und haben genau wie die Kinder, die in Deutschland aufwachsen, unterschiedliche Haut-, Haar- und Augenfarben. Sie haben unterschiedliche Körperformen und benutzen mal ihre Beine, mal einen Rollstuhl und mal eine Gehhilfe, um sich zu bewegen. Sie leben in Familien, die genauso vielfältig sind wie die Familien der Kinder in den Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen. Sie wachsen mit einem Vater und einer Mutter auf, leben bei alleinerziehenden Eltern, in Adoptiv- oder Pflegefamilien. Persona Dolls® repräsentieren die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten von Kindern und bringen Kinder mit ihnen in Begegnung.

Persona Dolls® besuchen Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen und laden sie regelmäßig zu einem Gespräch ein. Der Besuch wird vorher von der Pädagogin angekündigt. Die Kinder sitzen im Kreis und warten mit großer Spannung auf sie. Wenn die Puppe hereinkommt, werden sie sofort magisch von ihr angezogen. Wird die Puppe erst einmal vorgestellt, akzeptieren die Kinder sie schnell als Freundin oder Freund. Häufig erzählt die Persona Doll® von ihren schönen, lustigen und aufregenden Erlebnissen. Manche Erfahrungen teilen die Kinder auch, manche sind neu für sie. Sie berichten der Persona Doll® und den anderen Kindern im Gesprächskreis, welche Erfahrungen sie machen, was sie dazu wissen, denken und fühlen. Sie stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Sobald sie miteinander vertraut sind, erzählt die Persona Doll® auch von Erlebnissen, die mit Ausgrenzung, Hänseleien und Ungerechtigkeit zu tun haben: Wie fühlt sich die Persona Doll®, wenn sie nicht mitspielen darf, weil sie im Rollstuhl sitzt? Oder weil sie ein Mädchen bzw. ein Junge ist? Oder wenn fremde Erwachsene ungefragt immer wieder ihre Haare anfassen und dann auch noch Schokokeks zu ihr sagen? Haben die Kinder ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennen sie das auch? Wie haben sie sich dabei gefühlt? Gemeinsam überlegen die Kinder, wie sie der Persona Doll® helfen können. Wem kann die Puppe erzählen, was ihr passiert ist? Wer kann helfen? Wie kann man das sagen? Angeregt durch die Pädagogin üben die Kinder, wie und mit welchen Worten sie sich in solchen Situationen wehren können.

Mit Persona Dolls® leistet die vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung einen wesentlichen Beitrag zu einer demokratischen Kultur des Aufwachsens. Die Methode der Persona Dolls®  hat ihren Ursprung in den USA und wird unter anderem in Ländern wie Australien, England, Dänemark und den Niederlanden angewandt. Die Fachstelle Kinderwelten hat diese Methode im Jahr 2001 für Deutschland adaptiert und weiterentwickelt. Sie wird im Rahmen ihres pädagogischen Ansatzes »Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung©« umgesetzt.

Inhalte

Die Fortbildungen umfassen Seminartage zur Vermittlung der notwendigen Grundkenntnisse der vorurteilsbewussten Arbeit mit Kindern sowie Reflexions- und Trainingstage, an denen Videomitschnitte vom Einsatz der Persona Dolls® in Kindergruppen analysiert und ausgewertet werden. Dabei reflektieren die Beteiligten im kollegialen Austausch die Biografien und Geschichten, ihren jeweiligen Bezug zur Lebenswirklichkeit der Kinder und die Gesprächsführung. So erwerben sie grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit der Methode, die sie in der Praxis ausbauen können.

Kontaktperson: Susann Ratzsch, ratzsch@situationsansatz.de

Persona Dolls® sind eine Methode der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung©, um mit Kindern über Vielfaltsaspekte, Ungerechtigkeit und Ausgrenzung ins Gespräch zu kommen. Inhaltliche Informationen zur Methode der Persona-Dolls® finden Sie unten. Für einen ersten Einstieg ins Thema empfehlen wir den Persona Doll® Film, welchen Sie unten online anschauen können.

Wir führen gern Persona Doll® Fortbildungen für Sie bzw. ihr Team durch. Dafür kommen Sie entweder zu uns nach Berlin oder wir zu Ihnen ins gesamte Bundesgebiet.

Wir bieten Ihnen Persona Doll® Fortbildungen in verschiedenen Formaten an, die wir in unserem Fortbildungsflyer für Sie zusammengestellt haben: Fortbildungsflyer Persona Doll

Gerne können wir Sie beraten, was davon für Sie und Ihr Praxisfeld geeignet ist, und die Angebote gegebenenfalls Ihren Bedürfnissen anpassen.

Die Voraussetzungen sind, dass die Teilnehmer*innen ihre Persona Doll® kontinuierlich entlang der vier Ziele der Vorurteilsbewussten Arbeit mit Kindern zwischen den Fortbildungsterminen einsetzen und ihre Gesprächsrunden mit Kindern per Video für den kollegialen Austausch in der Fortbildung aufnehmen. Erfahrungen haben gezeigt, dass Videoaufnahmen von den Teilnehmer*innen als sehr hilfreich und anregend empfunden werden.

Zielgruppe: Erzieher*innen, Kitaleiter*innen, Lehrer*innen an Grundschulen und Fach(hoch)schulen für Sozialpädagogik sowie Fachberater*innen

Formate

  • Schnupperkurs
  • 5-tägiger Einführungskurs „Mit Kindern ins Gespräch kommen“ – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung mit Persona Dolls®
  • 4-tägiger Vertiefungskurs „Mit Kindern ins Gespräch kommen“ – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung mit Persona Dolls®

Zukünftige Termine

Beschweren erleichtern – für eine diskriminierungssensible Beschwerdekultur in der Kita

Geeignete Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren sind Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis. Geeignet für alle Kinder sind solche Verfahren erst dann, wenn sie diskriminierungs- und adultismussensibel entwickelt und umgesetzt werden.

Unsere Fortbildungen zu Beschwerden im Kita-Alltag befassen sich mit der Frage, wie eine Beschwerdekultur und dazugehörige Verfahren gestaltet sein müssen. Wir geben Anregungen dazu, wie sie entwickelt werden können, damit sie möglichst für alle Kinder und all ihre Themen und Anliegen zugänglich sind. Allgemeingültige Rezepte für Beschwerdeverfahren gibt es nicht. Wir stellen Hinweise und Prüffragen vor, um zu gewährleisten, dass die Beschwerden der Kinder im Hier und Jetzt ermöglicht und ernstgenommen werden:

  • Welche Beschwerden nehme ich (nicht) wahr?
  • Welche Rolle spielen gesellschaftliche Machtverhältnisse und meine Position bei der Wahrnehmung von Beschwerden und deren Interpretation?
  • Welche Verfahren sind für wen nicht geeignet?

Alle Kinder erleben Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, die sie wütend oder traurig machen, die sie als ungerecht empfinden. Viele dieser Situationen landen nie in einem formalisierten Beschwerdeverfahren in der Kita.

Für Kinder mit erhöhtem Diskriminierungsrisiko ist es schwieriger, sich zu beschweren. Diskriminierungserfahrungen können zudem das Wohl eines Kinds nachhaltig gefährden und traumatisierende Wirkung haben. Und immer sind es Erwachsene, die entscheiden, auf welche Beschwerde sie wie eingehen.

Unsere Fortbildungen sind ein Ergebnis des Modellprojekts „Antidiskriminierung als aktiver Kinderschutz in Kitas“, das wir im Rahmen des BMFSFJ-Bundesprogramms Demokratie leben! von 2016-2019 im Arbeitsbereich KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen durchgeführt haben.

Publikation: Wenn Diskriminierung nicht in den Kummerkasten passt. Eine Arbeitshilfe zur Einführung diskriminierungssensibler Beschwerdeverfahren in Kitas

Die Fortbildungen werden von den freien Mitarbeiter*innen der Fachstelle Kinderwelten Anne Backhaus und Berit Wolter durchgeführt.

Die Fortbildungen werden in unterschiedlichen Formaten angeboten, In-House oder kitaübergreifend, zweitägig oder über einen längeren Prozess. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!

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Situationsansatz

Das ISTA führt regelmäßig mit Kooperationspartner*innen die Weiterbildung zur Fachkraft im Situationsansatz durch, in denen Fachkräfte ihre Arbeit im Situationsansatz weiterentwickeln. Davon profitieren in der Regel auch die jeweiligen Teams. Darüber hinaus finden regelmäßig Multiplikator*innen-Kurse zur Internen Evaluation nach QuaSi statt, sowie bei Bedarf zu weiteren Qualitätshandbüchern.

In der Weiterbildung für Kita-Leiter*innen erarbeiten sich die Leitungen die Inhalte des Situationsansatzes und übertragen dies gleichzeitig auf ihre Arbeit mit dem Team.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

In der Fachstelle Kinderwelten finden regelmäßig Kurse zur Qualifizierung als Multiplikator*in für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung statt. Die vollständige Qualifizierung umfasst 2 Teile:

  • Grundlagenkurs

  • Aufbaukurs (Schwerpunkt: Praxisbegleitung oder Persona Dolls®)

Grundlagenkurs

Der Grundlagenkurs befähigt die Teilnehmer*innen zur Tätigkeit als Referent*in für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und bildet die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Aufbaukurs.

Format: 15 Tage

Zielgruppe: Kitaberater*innen, Fortbildner*innen, Kitaleiter*innen


Aufbaukurs

  • Schwerpunkt Praxisbegleitung

Beim Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Praxisbegleitung qualifizieren sich die Teilnehmer*innen für die Vermittlung des Ansatzes im Rahmen von Fortbildungen, fachlicher Beratung und in der Begleitung von Kindertageseinrichtungen. Parallel zum Aufbaukurs begleiten die Teilnehmer*innen eine Kindertageseinrichtung bei der Implementierung des Ansatzes.

Format: 13 Tage

  • Schwerpunkt Persona Dolls®

Der Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Persona Dolls® befähigt die Teilnehmenden Fortbildungen zur Methode der Persona Doll durchzuführen. Grundlegender Bestandteil dieses Kurses ist die Arbeit mit einer Persona Doll® in einer Kindergruppe. Deshalb benötigt jede*r Teilnehmende im Vorfeld eine Kindergruppe, in der sie*er die Persona Doll® erproben kann.

Format: 10 Tage

Kommende Termine

Fortbildungen zum Situationsansatz

Koordination: Simone Wahl
wahl@situationsansatz.de

Telefon: 030 6953999-02

Für Fortbildungsanfragen zum Situationsansatz nutzen Sie gerne unser Kontaktformular.

Fortbildungen zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung©

Koordination: Susann Ratzsch
ratzsch@situationsansatz.de

Studentische Mitarbeit: Helene Misja Saietz Vork
vork@situationsansatz.de 

Telefon: 030 6953999-06
E-Mail: fortbildung@situationsansatz.de 

Für Fortbildungsanfragen zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung nutzen Sie gerne unser Kontaktformular.