Fortbildung

Sichtbarkeit und Repräsentation von Kindern, die behindert werden - Wann wir von Inklusion sprechen können

Behinderte Menschen sind „Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können” (UN-Behindertenrechtskonvention 2006). Das heißt, eine Behinderung wird nicht als Eigenschaft einer Person verstanden, sondern entsteht erst durch „behindernde Wechselwirkungen“ zwischen Personen und ihrer Umwelt und der Konstruktion von Sinnesfunktionen als außerhalb der Norm.

In der Fortbildung widmen wir uns verschiedenen Inhalten. Zunächst werden wir uns den pädagogischen Ansätzen und Zielen der „Inklusion“ und „Integration“ annähern. Dabei diskutieren wir, warum Inklusion und nicht Integration das Ziel sein sollte.

Außerdem werden wir einen kritischen Blick auf Redewendungen werfen, welche Menschen, die behindert werden, adressieren. Welche Bilder erzeugen Sprüche wie „an den Rollstuhl gefesselt“ von behinderten Menschen?

Als dritten Punkt widmen wir uns behinderten Protagonist*innen in Kinderbüchern und Spielmaterialien. Welche Protagonist*innen kennen wir? Welche sorgen lediglich für mehr Sichtbarkeit und welche für mehr Repräsentanz? Und warum ist Sichtbarkeit wichtig, aber nicht ausreichend? Was muss sich ändern, um mehr Repräsentanz zu erzeugen?

Wir werden uns damit beschäftigen, was diese Punkte mit unserer Praxis als Erzieher*innen zu tun haben und wie wir aktiv gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorgehen können.

 

Termin: 06. September 2019

Uhrzeit: 9.00 – 16.00 Uhr

Referent*in: Daniel Horneber

Ort: ISTA, Muskauer Str. 53, 10997 Berlin (3. Etage, mit Fahrstuhl erreichbar)

Kosten: 80 €

Anmeldefrist: 06. August 2019

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