Titel:

Alfonos, ich kann das nicht!

Autor*innen:

Jahr:

2018

Altersgruppe:

Verlag:

Aladin Verlag

In der Familie von Natalie und Alfonso spielen Bücher und Geschichten eine zentrale Rolle. Die Eltern lesen den Kindern „Bilderbücher“ und „Gruselmärchen“ vor und Oma erzählt frei von „Melvin Blumentopf und dem fiesen Giftzwerg“. Die beiden Kinder denken sich auch gemeinsam Geschichten aus. Natalie freut sich schon sehr darauf, bald selber lesen zu können. Alfonso freut sich ebenso darauf, von seiner Schwester vorgelesen zu bekommen.

Natalie bekommt im Kindergarten oder der Schule ihre erste Fibel, ein Erstlesebuch. Natalie findet die Geschichten in dem Buch schrecklich langweilig. Trotzdem übt sie eine Woche lang bis „sie jedes Wort auswendig konnte“. Aber die Buchstaben und Wörter in den anderen Büchern „sahen wie Krabbeltiere mit zu vielen Beinen und Augen aus.“ Natalie verliert dadurch erstmal die Lust am Lesen lernen: „Ich kann das nicht!“. Der Vater ermutigt sie: „…die Bücher werden spannender.“ Erst als sie gemeinsam mit Alfonso und der Hilfe das Vaters ein eigenes Buch mit selbst ausgedachten Geschichten und selbst gemalten Bildern bastelt, gelangt sie zu ihrer Faszination zu Geschichten und Büchern und dem Lesen lernen zurück.

Die zwei Kinder werden von der Autorin und Illustratorin Daisy Hirst als selbstständig und kreativ dargestellt. Deshalb sollte dieses Buch beim Thema Lesen lernen viele Kinder bestärkend begleiten. Daisy Hirst beschreibt auf ihrer Homepage die kleinen Wesen des Bilderbuchs selbst als Monster. Jedes Familienmitglied hat eine eigene Farbe und nur Alfonso und die Oma haben ähnliche Ohren. Es sind also keine Ähnlichkeiten im Erscheinungsbild zwischen Kindern und Eltern zu sehen, so können sich erfreulicherweise bspw. Pflege- und Adoptionsfamilien oder Familien, in denen verschiedenen Hauttöne vorkommen, repräsentiert fühlen.

Die Familie ist durch die Sprache als heterosexuelle Kleinfamilie dargestellt, das ist leider nicht divers lesbar. Die Wesen sind in der Darstellung jedoch geschlechtslos und bedienen keine offensichtlichen Geschlechterklischees, sie haben meist keine Kleidung an. Die Autorin hat die Mutter zu Hause am Laptop, den Vater in der Küche und beim Basteln mit den Kindern und Alfonso als Fee verkleidet im Rock dargestellt. Das ist erfreulich. Ein gezeichnetes Wesen benutzt einen Rollstuhl, viele lesen Bücher oder Zeitungen. Kein einziges Wesen ist mit einem Smartphone zu Hause oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu sehen. (Kinderwelten)

Preis: 14,95€

Weitere Titel:

Alfonso, das macht man nicht!