Titel:

Der Tigerprinz

Autor*innen:

Jahr:

2012

Altersgruppe:

Verlag:

Beltz & Gelberg Verlag, Moritz Verlag

Ein Bronzegefäß aus dem 11. Jahrhundert hat Cheng Jianhong zu dieser Geschichte inspiriert: Seitdem ihr Junges von Jägern getötet wurde, greift die Tigerin Dörfer an und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Ehe der König mit seinen Soldaten loszieht, um die Tigerin zu töten, holt er Rat bei der Weisen Lao Lao. Diese gibt zu bedenken, dass Gewalt die Tigerin noch wütender machen würde und rät stattdessen, den jungen Prinzen namens Wen der Tigerin zu übergeben. Schweren Herzens trennen sich der König und die Königin von ihrem Kind, furchtlos tritt Wen ins Reich der Tigerin ein. Schon will sich die Tigerin auf den Jungen stürzen, da hält sie inne: Sein Anblick erinnert die Tigerin an ihr eigenes Kind. Liebevoll nimmt sie sich des Jungen an und lehrt ihn alles, was ein junger Tiger wissen muss. Der König und die Königin leiden sehr unter der Trennung von ihrem Sohn und beschließen, ihn gewaltsam zurückzuholen. Beherzt schützt Wen seine Tigermutter vor den Pfeilen der Soldaten und es ist seine andere Mutter, die Königin, die furchtlos auf ihren Sohn zugeht und in ihre Arme schließt. Wen erklärt, dass er zwei Mütter habe und auch nach seinem Wechsel an den Königshof reißt die Verbindung zwischen dem Prinzen und der Tigerin nicht ab. Als der Prinz selbst Vater geworden ist, gibt er sein Kind ebenfalls zur Tigerin in die Lehre.

Großflächige ausdrucksstarke Bilder im Stil asiatischer Comics illustrieren eindringlich diese spannende Geschichte von Anerkennung, Vertrauen, Liebe und Vergebung. Das Buch zeigt, dass es wichtig ist, vorschnelle Urteile über andere zu hinterfragen und ihre Beweggründe zu verstehen. Dann entsteht die Möglichkeit, sich auf das Gemeinsame zu besinnen, das Trennende kann dann in den Hintergrund treten. (Kinderwelten)

Preis: Gebundene Ausgabe 16,80€ (Moritz Verlag ), TB 6,50€ (Beltz & Gelberg Verlag)