Titel:

Kleiner großer Henry

Jahr:

2015

Altersgruppe:

Verlag:

Orell Füssli Verlag

 

Der kleine große Henry hat eine Mutter, einen Vater, eine große Schwester und einen großen Bruder und alle sind in ihrer Fürsorge den ganzen Tag dabei, dem „kleinen Henry“ zu helfen. Der ist allerdings längst in dem Alter, in dem er alles selber machen will und auch kann. Aber seine Familie nimmt das nicht zur Kenntnis, bis Henry klarmacht, dass er es leid ist. Von diesem Moment an lässt sich Henry die Dinge nicht mehr aus der Hand nehmen – auch wenn am Anfang manchmal was daneben geht und er vieles ausprobieren muss. Henrys Familie bleibt dann noch eine Weile dabei, ihm die vermeintlich notwendige Hilfe anzubieten, doch am Ende jeder neuen Erfahrung steht auch für sie: „Und er konnte es.“ Weil ja jetzt Mama, Papa, Schwester und Bruder auf einmal viel weniger zu tun haben, können sie sich fröhlich mit schönen Dingen beschäftigen. Alle miteinander.

Eine an sich einfache Geschichte lässt in die Abgründe bevormundender Verhaltensweisen blicken, die übergriffig sind, auch wenn sie noch so gut gemeint sind. Befreiend wird das durch den frischen Mut, mit dem Henry seine Selbständigkeit in die eigenen Hände nimmt. Die klare, einfühlsame Sprache und die ausgesprochen witzigen Zeichnungen, mit denen der Weg des Jungen vom kleinen zum großen Henry beschrieben wird und auch der Weg der Familie vom Überbehüten zum Miteinander sind hinreißend. (Kinderwelten)

Preis: 13,95€