Titel:

Seperate is never equal – Sylvia Mendez & her familiy´s fight for desegregation (Englisch)

Autor*innen:

Jahr:

2014

Altersgruppe:

Verlag:

Abrams Books for Young Readers

Der Autor und Illustrator Duncan Tonatiuh erzählt den Rechtsstreit der Familie Mendez im Jahre 1947, der die Segregation von Kindern, die als „mexikanisch“ eingestuft wurden, von „weißen Schulen“ in Kalifornien beendete. Sieben Jahre später wird die rassistische Segregation der Schulen in den gesamten USA verboten.

Ohne Begründung wird Silvia Mendez nach einem Umzug der Familie nicht an der „weißen Schule“ angenommen, obwohl sie perfekt Englisch spricht und US-Staatsbürgerin ist. „Why do I have to go to mexican school? Sylvia wondered. She was not Mexican – she was American.“ Sie soll an die Schule für „mexikanische Kinder“ gehen, die finanziell viel schlechter ausgestattet ist und die Kinder weniger fördert. Diese Ungerechtigkeit lässt sich die Familie nicht gefallen!  Die Vernetzung mit anderen, die Zielscheibe von Rassismus sind, bringt viel Solidarität in Bewegung. Es folgt jedoch ein jahrelanger Rechtsstreit, der das Familienleben dominiert. Schließlich gewinnt die Familie und die Kinder dürfen nun alle an eine weiß dominierte Schule. Silvia war sehr stolz auf ihre Eltern.

Schon auf der ersten Seite des Buches thematisiert der Autor, dass die Kinder zwar nach dem Urteil an die „Schulen für alle“ durften, aber dort massivem Alltagsrassismus von weißen Schüler*innen und Lehrer*innen ausgesetzt waren.

 

 

Das Buch zeigt deutlich wie vielschichtig, erniedrigend und allgegenwärtig Rassismus war und immer noch ist und welche weitreichenden Auswirkungen negative Zuschreibungen und Vorurteile haben. Auch der Ausschluss aus anderen öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern und Parks wird gezeigt und die jeweiligen juristischen Kämpfe dagegen angesprochen. Damit sensibilisiert das  Buch für die vielschichtigen Auswirkungen von Rassismus. Die Segregation von Schulen ist, in den USA wie auch in Deutschland, ein hochaktuelles Thema, das heute häufig über Schulgelder und andere Mittel hergestellt wird. Aktuell werden z.B. die sogenannten „Willkommensklassen“ für neu eingewanderte Kinder heftig kritisiert, weil sie Kinder, ähnlich wie die sogenannten „Ausländerklassen“ in den 1970-er und 1980-er Jahren segregieren.

Duncan Tonatiuh hat mit seinen preisgekrönten Illustrationen ein sehr wichtiges Buch gestaltet, das Mut macht, sich gegen Rassismus und jegliche Form der Diskriminierung und Ausgrenzung zu wehren und in keinem Englisch-Unterricht fehlen sollte. (Kinderwelten)

Preis: 22,50€