Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Laufende Projekte der Fachstelle Kinderwelten

Die Fachstelle Kinderwelten führt derzeit folgende Projekte durch:

Modellprojekt „Antidiskriminierung als aktiver Kinderschutz in der Kita“ (Oktober 2016 – Dezember 2019) im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!, gefördert vom BMFSFJ, der Landesantidiskriminierungsstelle Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Das Projekt sieht vor, die Kinderschutz-Verpflichtung von Kitaträgern nach §45 SGB VIII, in ihren Einrichtungen ein Beschwerde- und Beteiligungsverfahren für Kinder einzurichten, mit Maßnahmen der Antidiskriminierung zu verknüpfen. Dies geschieht zum einen in der Prozessbegleitung von vier Berliner Projekt-Kitas. Zum anderen wird im Rahmen des Projekts eine berlinweite Anlauf- und Beratungsstelle gegen Diskriminierung von jungen Kindern aufgebaut. Mehr Infomationen zum Projekt Innerhalb der Fachstelle Kinderwelten ist das Modellprojetk im Kampagnenbereich "KiDs - Kinder vor Diskriminierung schützen" angesiedelt.

"Förderung der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger" (2015-2019), im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!, gefördert vom BMFSFJ. ISTA/Fachstelle Kinderwelten ist einer von bundesweit 35 Trägern, der unterstützt wird, um längerfristig Strukturen der Arbeit gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit und für Demokratie und Vielfalt zu festigen.Die Fachstelle verfolgt die Strukturentwicklung in 5 Aufgabenbereichen: Konzeptionelle Weiterentwicklungen, Fortbildung/Qualifizierungen, Beratungs- und Beschwerdestelle "KiDs Kinder vor Diskriminierung schützen", Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung, Vorurteilsbewusste Medien- und Materialienentwicklung. Zum Projektteam gehören: Petra Wagner (Leitung), Linda Zamostna (Assistenz), Nuran Yigit (Koordination KiDs), Arun Singal (Koordination Fortbildung), Gabriele Kone (Medien- und Materialienentwicklung), Marcel Kochert (Büroassistenz), Christina Beck (Seminarmanagement), Serap Azun (Finanzen).

"KITA International" in Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V. (2016-2019). Das Projektteam besteht aus Sandra Richter, Tajan Ringkamp und Petra Wagner. Wir führen zusammen mit freien Mitarbeiter*innen der Fachstelle Kinderwelten die Qualifizierungen zum Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung für pädagogische Fachkräfte und Kitaleitungen von kommunalen Kitas in den Projektstädten Wuppertal, Bremen, Hannover und Berlin durch. Das Projekt zielt mit den Qualifizierungsmaßnahmen auf Veränderungen im pädagogischen Handeln wie auch auf Aussagen zu Veränderungen auf struktureller Ebene. Das Projekt "KITA international" wird im Rahmen des Programms "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Gesamtleitung liegt bei Anja Kramer vom Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V. Mehr Infos zum Projekt beim Bildungswerk ver.di

"bestimmt bunt - Vielfalt und Mitbestimmung in der Kita" (2016-2019): Dieses Modellprojekt des Deutschen Kinderhilfswerks DKHW wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! vom BMFSFJ gefördert. Es zielt auf die Verbindung von partizipativen und inklusiven Ansätzen pädagogischer Praxis. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ISTA/Fachstelle Kinderwelten und IPB e.V. Institut für Partizipation und Bildung (Kiel): Wir entwickeln die Synergien zwischen dem Ansatz "Kinderstube der Demokratie" und dem Ansatz der "Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung". Mitarbeiterinnen der Fachstelle sind Gabriele Kone, Andrea Rösner, Nuran Ayten und Astrid Grabner. Infos zum Projekt beim DKHW

 

Abgeschlossene Projekte der Fachstelle Kinderwelten

In den zurückliegenden Jahren hat die Fachstelle folgende Projekte durchgeführt:

Forschungsprojekt zum Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für geflüchtete Menschen

 Das Forschungsprojekt war am INIB e.V., einem An-Institut der Evangelischen Hochschule Berlin (ehb) angesiedelt und wurde in Kooperation mit dem ISTA/Fachstelle Kinderwelten durchgeführt. Es wurde ermöglicht durch die Bertelsmann Stiftung, die Stiftung deutsche Jugendmarke, eine anonyme Spende an das INIB e.V. und durch den Paritätischen Berlin. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier

Projekt Inklusion in der Praxis von Krippen und Kitas - Ergänzende Publikationen (2015-2016)

Nach Abschluss des Projekts "Inklusion in der Praxis von Krippen und Kitas" und der Veröffentlichung der vier Praxisbände förderte das BMFSFJ die Entwicklung von zwei ergänzenden Publikationen: "Inklusion als Leitungsaufgabe: Die Kita vorurteilsbewusst leiten" und "Inklusion in der Fortbildungspraxis. Lernprozesse zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung begleiten. Ein Methodenhandbuch" (Wamiki Verlag)

Projekt Inklusion in der Praxis von Krippen und Kitas (2012-2014)

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend förderte das Projekt zur Praxis- und Materialentwicklung für inklusive Krippen und Kitas auf der Grundlage Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung. Das Projekt baute auf den bisherigen Ergebnissen und Erkenntnissen von Kinderwelten auf und realisierte zwei Vorhaben: 1. Die Implementierung des  Ansatzes Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung in fünf Krippen-Modelleinrichtungen in Berlin. 2. Die Erstellung von vier Praxisbüchern zur Inklusion in Krippen und Kitas, zu vier Handlungsfeldern vorurteilsbewusster Praxis (erschienen 2016 im Wamiki Verlag). Mehr zum Projekt

Projekt Inklusive Schulentwicklung in der Grundschule (2012-2014)

Das Projekt wird im Rahmen von Aktionsräumeplus mit Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin durchgeführt. Wir begleiten 5 Grundschulen in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg bei der Weiterentwicklung zur inklusiven Schule auf der Grundlage des Ansatzes Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung. Die Unterstützung besteht in der fachlichen Begleitung durch unser Team über einen Zeitraum von zwei Jahren (Januar 2013 - Dezember 2014). Der Prozess zielt auf eine Klärung und Schärfung des Schulprofils im Hinblick auf Inklusion, die vom gesamten Kollegium getragen wird. Wir begreifen den erweiterten Inklusionsbegriff als große Chance für alle Schulbeteiligten, Schule als einen Lernort weiterzuentwickeln, der Kinder mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen, Lernzugängen, kulturellen und familiären Hintergründen Wertschätzung erfahren lässt. Mehr zum Projekt

Bildungswegbegleiter. Ein Buch für Eltern Im Rahmen des Projektes "Bildunsgnetzwerk Südliche Friedrichstadt", finanziert aus Mitteln der Zukunftsinitiatiev Stadtteil-Programm "Bildung im Quartier" entstand in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V. und K&K Kultkom der Bildungswegbegleiter als Buch für Eltern, das sie dabei unterstützt, ihre Beobachtungen und Sichtweisen zum Bildungsweg ihres Kindes von der Geburt bis zum Übergang zur Sekundarschule zu dokumentieren. 
Der Bildungswegbegleiter zur Ansicht

fair-Bindungen: Verfahren und Instrumente zur Qualifizierung von Kita-Teams für interkulturelle und gemeinwesenorientierte Arbeit (Laufzeit 2001 - 2003) fair-Bindungen startete 6 Monate nach dem Projektbeginn des ersten Kinderwelten-Projekts, wertete die dabei gewonnenen Erfahrungen aus und setzte die erprobten Verfahren und Instrumente zur Teamentwicklung in Workshops zur Qualifizierung von Multiplikator_innen ein (Kitaberater_innen, Leiter_innen und Erzieher_innen). Die Multiplikatorinnen initiierten anschließend Teamentwicklungsprozesse in den eigenen Kitas. Bei der Abschlusstagung des Projektes am 20. Februar 2004 in Berlin stellten die 19 Kitateams und 11 Beraterinnen aus Berlin und Brandenburg ihre Arbeitsergebnisse vor. Koordination: Ines Freitag