Projekt Projekt Inklusive Schulentwicklung in der Grundschule

Status:

abgeschlossen

Projektlaufzeit:

2012–2014

Das Projekt wurde im Rahmen von Aktionsräumeplus mit Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlindurchgeführt. Begleitet wurden fünf Grundschulen in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg bei der Weiterentwicklung zu inklusiven Schulen auf der Grundlage des Ansatzes Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung.

Der Ansatz verbindet Respekt für Unterschiedlichkeit mit einer klaren Positionierung gegen Ausgrenzung und eignet sich damit als Grundlage für inklusive Schulentwicklung. Die Schulen wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren, von Januar 2013 bis Dezember 2014, fachlich durch das Projektteam begleitet. Jeweils zwei Mitarbeiter*innen unterstützten die Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Vorhaben.

Der Prozess zielte auf eine Klärung und Schärfung des jeweiligen Schulprofils im Hinblick auf Inklusion. Dabei wurde Inklusion nicht nur als gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung verstanden, sondern weiter gefasst: als Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und als Auftrag, Schule so weiterzuentwickeln, dass alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen, Lernzugängen sowie kulturellen und familiären Hintergründen Wertschätzung erfahren und teilhaben können.

Ausgangspunkt war die Annahme, dass Veränderungsprozesse in Schulen nur dann nachhaltig wirken, wenn das gesamte Kollegium einbezogen wird und auch die Perspektiven von Eltern berücksichtigt werden. Inklusion wurde dabei als grundlegender Perspektivwechsel verstanden: Nicht die Lernenden müssen sich an ein bestehendes System anpassen, sondern das Bildungssystem muss so gestaltet werden, dass es den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird.