Fortbildung

Typisch Mädchen – typisch Jungen? Gender als Thema in der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung©

Bei Inklusion geht es darum, die vielfältigen Identitätsaspekte von Kindern zu berücksichtigen und sie vor Diskriminierung zu schützen. Dazu gehört auch, Kinder in ihrer geschlechtlichen Identität anzuerkennen und in ihrer Vielfalt zu unterstützen, damit ihre Entwicklungs- und Lernchancen nicht durch stereotype Geschlechterzuschreibungen eingeschränkt werden.

Kinder erhalten schon früh Botschaften über Mädchensein und Jungesein, die sie in ihr Weltbild einbeziehen. Spielmaterialien, Kleidung und Bücher weisen häufig eine stark vergeschlechtliche Einteilung in Blau und Rosa auf, die Kindern (und Eltern) wenig Spielräume lässt. Kinder greifen diese Geschlechterklischees bereits in jungen Jahren auf und orientieren sich oft an ihnen. Mitunter nehmen sie auch schon selbst aktive Zuweisungen vor, wenn etwa von „Mädchenfarbe“ und „Jungsspiel“ die Rede ist. Solche Geschlechterbotschaften beinhalten Bewertungen, die Einfluss auf das Selbstbild von Kindern haben und sie in ihren Handlungen beschränken können.

Sich diese geschlechtsbezogenen Bewertungen und Zuweisungen bewusst zu machen, ist ein Teil inklusiver, vorurteilsbewusster Praxis. Die Fortbildung bietet Impulse für den bewussten Umgang mit Geschlechtervielfalt und ermöglicht es, die eigene berufliche Rolle darauf hin zu reflektieren. Die Teilnehmenden tauschen sich über eigene Erfahrungen und Ideen mit genderbewusster Arbeit aus und diskutieren Möglichkeiten, wie Diskriminierung wirksam entgegengetreten werden kann. Zudem lernen sie vorurteilsbewusste Materialien kennen, die für den Einsatz in der Kita geeignet sind.

 

Termin: 16. November 2018

Uhrzeit: 9.00 – 16.00 Uhr

Referentin: Stephanie Nordt

Ort: ISTA, Muskauer Str. 53, 10997 Berlin (3. Etage)

Kosten: 80 €

Zum Anmeldeformular. Dort bitte das entsprechende Seminar auswählen.