Fortbildung

„War das jetzt falsch?“ Über Rassismus miteinander sprechen lernen

Zunächst müssen wir anerkennen, dass es Rassismus in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen und in unterschiedlichen Formen leider gibt. Gespräche darüber sind für Beteiligte und Beobachter*innen im Alltag häufig schwierig, deshalb werden sie oft vermieden. Dies geschieht, um niemanden zu verletzen, um selbst nicht verletzt zu werden, um nichts „falsch“ zu machen und die Beziehung zueinander nicht zu gefährden. Vermeidung hilft beim Verstehen von Diskriminierungen und dagegen Aktivwerden auf längere Sicht allerdings nicht - im Gegenteil: Wir müssen nicht weniger, sondern mehr über diese Dinge sprechen. Aber wie kann das gehen? In Schule, Ausbildung und auf Arbeit finden wir - in der Regel - keine tragfähigen Antworten auf diese Frage, deshalb besteht hier Nachholbedarf.

In dieser Fortbildung werden wir Unsicherheiten beim Sprechen über Rassismus anschauen und eine sachliche sowie emotionale und für den Alltag machbare Art der Thematisierung von Vielfalts- und Machtaspekten, die hier eine Rolle spielen, erarbeiten. Mit einer Spur Leichtigkeit, mit dem nötigen Ernst und der Frage: Wie kann bei der Auseinandersetzung eine verbindende Kommunikation gelingen?

Es gibt keine einfache methodische Lösung für diese Frage. In der Fortbildung wird durch Verlangsamung der Kommunikation und ein genaues Hinschauen versucht, Situationen, Erfahrungen und Perspektiven besprechbar zu machen, Worte zu finden und mit Selbstvertrauen zu sprechen. Es wird davon ausgegangen: Niemand ist falsch, jede Erfahrung wird anerkannt, alle geben ihr Bestes, jeder Mensch verdient Respekt.

Die Fortbildung wird Aspekte, die im Kitakontext eine Rolle spielen aufgreifen, ist aber darauf nicht festgelegt. Alle „Mutigen“, die Interesse an einer wie oben beschriebenen neuen und verbindenden Art der Auseinandersetzung haben, sind herzlich willkommen sich in dieses gemeinsame Vorhaben zu stürzen.

Termin(e): 12.05.2020

Uhrzeit: 9.00 – 16.30 Uhr

Referent*in: Arun Singal

Ort: ISTA, Muskauer Str. 53, 10997 Berlin (3. Etage)

Kosten: 80€, Ermäßigung auf Anfrage

Anmeldefrist: 11.04.2020

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