Fortbildung

Wie wirkt sich inklusive Sprache auf die Identitätsentwicklung von jungen Kindern aus?

Wir wollen übrigens das Wort nicht verachten. Es ist doch ein mächtiges
Instrument, es ist das Mittel, durch das wir einander unsere Gefühle kundtun,
der Weg, auf den anderen Einfluss zu nehmen. Worte können unsagbar
woh tun und fürchterliche Verletzungen zufügen. […] “ (Freud, 1976, XIV, S. 214)

Worte können „Balsam für die Seele“ sein – und sie können „im Herzen weh“ tun. Sie können jemanden bestärken und einladen, oder brüskieren und ausschließen. Sprache ist mächtig: Ausgrenzung findet häufig in sprachlicher Form ihren Ausdruck. Sie kann aber auch dazu beitragen, Inklusion zu realisieren. Inklusion verstanden in einem weiten Sinne als Bildungskonzept, das auf Bildungsgerechtigkeit zielt, indem der Vielfalt von Kindern und ihren Familien mit Wertschätzung begegnet wird und Herabwürdigungen eine klare Absage erteilt werden.

In diesem Workshop wird es um die Reflexion der Wirkung von sprachlichem Handeln auf die Identitätsentwicklung sowie die Bildungsprozesse von jungen Kindern gehen, und warum es sinnvoll ist, sich eine bewusste, inklusive Sprache anzueignen. Über die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Sprach(en)biografie erweitern wir das herkömmliche Verständnis von Mehrsprachigkeit, und erarbeiten Möglichkeiten, wie die Vielfalt von Familiensprachen im Kita-Alltag, in Materialien und in der Zusammenarbeit mit Eltern sicht- und hörbar werden kann.

 

Termin: 26. - 27. September 2019

Uhrzeit: 9.00 – 16.00 Uhr

Referent*in: Andrea Rösner 

Ort: ISTA, Muskauer Str. 53, 10997 Berlin (3. Etage)

Kosten: 160 € (80 € pro Tag)

Anmeldefrist: 26. August 2019

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