Salikou (5 Jahre) stellt sein Lieblingsbuch vor: Muhammad Ali von der Reihe Little People – Big Dreams von María Isabel Sánchez Vegara


"Das ist ja gemein, dass Rosa Parks da nicht sitzen darf!" Mit Kindern Ungerechtigkeit thematisieren
Wir lesen die Kinderbuchreihe Little People - Big Dreams in der Kita

 

Ilka Wagner, VAK Kita und freie Mitarbeiterin der AG Aktualisierung der Fachstelle Kinderwelten und Gabriele Koné, ISTA/Fachstelle Kinderwelten

Beteiligt waren auch: Mildred Tamukkede, Eva Markert, Lena Maier, Mihriban Ekinler-Günen und andere Pädagog*innen der VAK Kita Berlin

Im März 2019 publizierte der Insel Verlag die ersten Bücher der Serie „Little People – Big Dreams“. Im April 2021 ist die Anzahl bereits auf über 70 Bände angewachsen. Das besondere Format, die Darstellung bedeutender Persönlichkeiten und die farbenfrohen Illustrationen zogen auch unsere Aufmerksamkeit an.

In der Arbeitsgruppe der Fachstelle Kinderwelten zur Auswahl diskriminierungssensibler Kinderbücher sind sieben Personen verschiedener gesellschaftlicher Positionierung an dem Auswahlprozess beteiligt. Alle bringen verschiedene Erfahrungen und Perspektiven mit, was zu einem lebendigen Austausch über die Bücher führt. Alle Teilnehmer*innen sind allerdings erwachsen und auch wenn sie alle Pädagog*innen sind und ihr Bestes tun, die Perspektive der Kinder mitzudenken, fehlt der Austausch mit Kindern. Wie so oft in pädagogischen Prozessen machen sich Erwachsene Gedanken darüber, was Kindern gefallen könnte, wissen können sie es aber erst, wenn sie mit Kindern in Kontakt treten.

Im Frühjahr 2020 diskutierten wir in der Arbeitsgruppe über das Buch „Rosa Parks“ aus der Reihe „Little People – Big Dreams“. Obwohl das Buch empowernd und für junge Kinder gut verständlich geschrieben ist, haben wir es nach einer intensiven Diskussion nicht in unseren Bücherkoffer aufgenommen, da im Buch die abwertende Bezeichnung F[1]… zu lesen ist, um an das rassistische Verbot zu erinnern, dass Schwarze und PoC in den USA u.a. nicht auf den gleichen Bänken sitzen durften wie weiße[2].

In der Europakita VAK e.V., in der ich, Ilka Wagner, arbeite, haben wir uns, ausgehend von der Interkulturellen Erziehung, vor 20 Jahren auf den Weg der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung gemacht. Ich überlegte, wie wir dieses wichtige Buch über Rosa Parks evtl. doch in der Kita einsetzen könnten. Unsere Kinder und deren Familien sind divers: Sie sind vielfältig in Bezug auf ihr Aussehen, sie sprechen viele verschiedene Sprachen und leben verschiedene Religionen und Weltanschauungen. Eine kritische Buchauswahl ist für uns elementar wichtig. Wir achten darauf, dass sich alle Kinder mit ihren vielfältigen Identitätsaspekten wiederfinden und dass keine stereotypen oder diskriminierenden Abbildungen vorkommen. Die Geschichten sollen die Lebenswelt der Kinder widerspiegeln und ermutigend sein. Ich beschloss, das Wort F… zu übermalen, was dem Inhalt des Buches und der Aussage nicht schadet. Einige Kolleg*innen lasen sich das Buch durch und auch sie waren begeistert. Sie konnten meine Kritik am Reproduzieren problematischer Begriffe verstehen und fanden die Lösung, nämlich das Wort zu streichen, um es nicht vorlesen zu müssen, kreativ und sinnvoll.

Zufällig durfte ich miterleben, wie eine Kollegin das Buch Kindern vorlas und war beeindruckt von der Aufmerksamkeit und dem spürbaren Interesse der vier Sechsjährigen an der Lebensgeschichte Rosa Parks. Mucksmäuschenstill lauschten sie Rosa Parks Geschichte, wie sie sich mutig gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung gewehrt hat. Aufmerksam betrachteten die Kinder anschließend noch die Fotos der realen Rosa Parks hinten im Buch und ließen sich auch diese Informationen komplett vorlesen. Einige Kinder äußerten sich empört „Das ist ja gemein, warum darf sie nicht dort sitzen?“ Ein Kind fragte: „Warum darf sie nicht in diese Schule gehen?“ Ich konnte sehen, wie die Erzieherin kurz innehehielt. Auf diese Fragen sachlich richtig und kindgerecht zu antworten erfordert ein hohes Maß an Kompetenz. Mir wurde bewusst, dass wir im Team in der Vorbereitung gar nicht darüber gesprochen hatten, welche Fragen die Kinder zum Buch stellen könnten. Damit müssen wir uns zukünftig intensiver beschäftigen. Die Pädagogin erklärte nach kurzem Nachdenken: „Zu der Zeit, als Rosa Parks lebte, dachten viele weiße Menschen, dass sie besser sind als Menschen mit anderen Hauttönen. Menschen mit einem dunklem Hautton/ Schwarze Menschen wurden nicht als gleichwertig gesehen, viele weiße dachten, Schwarze Menschen seien weniger wert. Deshalb gab es extra Schulen für sie, in denen sie planvoll weniger lernten als in den Schulen für die weißen Kinder mit hellem Hautton.“  Rosa Parks wusste aber, dass alle Menschen von Geburt an dieselben Rechte haben sollten. Dass es reicht, als Mensch geboren zu sein!  Deshalb weigerte sie sich eines Tages aufzustehen, um für ihre Rechte einzustehen!

„Das ist ja gemein!“ waren sich die Kinder einig. Auch über andere Ungerechtigkeiten in den Büchern regten sich unsere Kinder auf. Zum Buch über David Bowie meinten sie z.B.: „Alle dürfen doch anziehen was sie wollen!“, „Ist doch egal ob er ein Junge oder Mädchen ist“.

Beeindruckt davon, wie sehr die Bücher die Kinder zum Nachdenken und zum Austausch anregten und nach Gesprächen mit Kolleg*innen entschieden wir, weitere Bücher der Reihe anzuschaffen. Wir besorgten die Bücher über Frida Kahlo, Rudolf Nurejew, Jane Goodall, Amalia Earhart und andere und verteilten diese in den Gruppen zum Vorlesen, die Reaktionen der Kinder sollten die Erzieher*innen notieren. Die vierjährige Zerrin war ganz fasziniert von Frida Kahlo, schaute sich das Buch immer wieder an und fragte. „Warum ist da eine Blume?“, „Warum ist sie ein Mann?“, wollte sie wissen und zeigte auf das Bild, in dem Frida Kahlo einen Anzug trägt. „Sie hatte einen Unfall. Ist das ihr Blut?“, „Warum ist das Auto kaputt?“ Auch einer anderen Kollegin fiel auf, dass die Kinder viele Fragen zu den Bildern hatten: Das viele Blut, die „lustigen Nasen“, die zusammengewachsenen Augenbrauen von Frida Kahlo und warum sie immer im Bett liegen muss.

Ein*e Erzieher*in aus der Gruppe der Fünf-bis-Sechsjährigen erzählt: „Ich fange immer damit an, dass ich zu den Kindern sage, dass wir heute wieder ein Buch der Reihe „Little People – Big Dreams“ lesen und dann übersetze ich das immer: “Kleine Leute – große Träume“. Und ich betone jedes Mal, dass es eine wahre Geschichte ist und es die Menschen wirklich gibt. Diese Information weckt das Interesse der meisten Kinder“. Die echten Fotos im hinteren Teil des Buchs verstärken das Bewusstsein der Kinder, dass die Personen in den Büchern wirklich gelebt haben und real sind. Immer wieder schauen sie sich die Bilder an. „Ich persönlich finde die Bücher auch toll, weil ich den Kindern so meine eigenen Held*innen wie Simone de Beauvoir oder David Bowie näherbringen kann“, ergänzte eine andere pädagogische Fachkraft. „Und ich kann mit Hilfe der Bücher leichter Gespräche über z.B. Geschlechtergerechtigkeit oder Klimawandel und Nachhaltigkeit anregen.“

Die Kolleg*innen stellten fest, dass manche Texte wunderbar und für Kinder ab vier Jahren gut verständlich sind, wie bei Rosa Parks, die Texte in den Büchern über Vivienne Westwood oder Stephen Hawking hingegen viel zu kompliziert sind. Trotzdem sind alle Bücher auch für diese Altersgruppe gut einsetzbar, denn die Illustrationen, die von verschiedenen Künstler*innen in unterschiedlichen Stilen gestaltet sind, sind sehr ausdrucksstark.

Uns wurde klar, dass wir auch diese Bücher mit einem kritischen Blick lesen und vorlesen müssen. Das bedeutet auch, eventuell nicht abgebildete Vielfaltsaspekte mit den Kindern zu besprechen. Zudem bieten die Bücher eine gute Möglichkeit, mit den Kindern über wichtige Menschen der Geschichte zu sprechen, denn wann unterhält man sich schon mit Kita-Kindern über Anne Frank oder Rosa Parks?

Dazu erklärte eine Pädagog*in: „Ich lese die Bücher mit einem kritischen Blick. Diskriminierende oder herabwürdigende Wörter lasse ich weg oder ersetze sie durch das korrekte Wort. Ich finde es toll, dass immer mehr vielfältige Bücher erscheinen, die Kinder auf wichtige Themen aufmerksam machen. Es ist großartig, wenn wir als Pädagog*innen unseren Beitrag dazu leisten können und die Kinder immer mehr zu starken Persönlichkeiten erziehen können. Denn sie begegnen und erleben Ungerechtigkeiten und solche Bücher kann man wunderbar einsetzen, um sie mit starken Persönlichkeiten bekannt zu machen.“

Unser Fazit:

Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es für junge Kinder kaum Bücher, die historische Persönlichkeiten darstellen. Die Sammlung „Little People – Big Dreams“ präsentiert eine beeindruckende Bandbreite bedeutender Repräsentant*innen unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionierung und aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und animiert durch die unterschiedliche Gestaltung jedes einzelnen Bandes zum Angucken und Lesen. Die kurzen Texte schildern eindrücklich den Werdegang der Personen. Auch die Originalfotos im Anhang regen dazu an, mit Kindern über Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Selbstbehauptung ins Gespräch zu kommen.

Die Reihe veranschaulicht auf gelungene Art und Weise den Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung© mit seinen vier Zielen als Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte:

  1. Stärke alle Kinder in ihrer Ich- und Bezugsgruppenidentität
  2. Ermögliche ihnen die Erfahrung von Vielfalt und rege die Entwicklung von Empathie an
  3. Thematisiere und kritisiere Einseitigkeiten
  4. Widerspreche aktiv Diskriminierung

Die Erzieher*innen der beiden VAK Kitas, die sich schon seit Jahren kritisch mit Kinderbüchern auseinandersetzen und die Kriterien der Fachstelle Kinderwelten zum Teil verinnerlicht haben, sind von den Büchern begeistert und lesen sie den Kindern mit großem Engagement vor. Sie sind sehr glücklich über diese Reihe, da sie ihnen eine gute Möglichkeit bieten, mit Kindern über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, ein selbstbestimmtes Leben und Mut zu sprechen und zu zeigen, dass es möglich ist, sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung zu widersetzen.

Die Büchlein sind ermutigend, denn sie stärken Kinder, weil sie zeigen, dass es möglich ist, der eigenen Leidenschaft nachzugehen und auch gegen etwaige Widerstände „große Träume“ zu verwirklichen. Und sie schärfen das Verständnis der Kinder für Einseitigkeiten und Ausgrenzung am Beispiel der verschiedenen Protagonist*innen der Büchlein, die schon als Kinder ein Bewusstsein für Ungerechtigkeit hatten und diese nicht akzeptieren wollten.

Dies beweist wieder einmal mehr, dass Kinder Interesse an gesellschaftlichen Themen haben, wenn diese so gekonnt aufbereitet sind und sich pädagogische Fachkräfte nicht scheuen, sich darauf einzulassen.

[1] Hier ist eine rassistische Bezeichnung gemeint, die sich auf den Hautton bezieht

[2] Wir möchten deutlich machen, dass es sich bei den Begriffen „Schwarz“ und „weiß“ nicht um Hautfarben oder biologische Kategorien handelt, sondern um soziale Konstruktionen, um Zuschreibungen, die zugleich gesellschaftliche Hierarchien ausdrücken und gesellschaftliche Positionen zuweisen. Dabei sind Menschen, die die Zuschreibung „weiß“ erhalten, „Schwarz“ markierten Menschen gegenüber in der privilegierten Position. Wir schreiben den Begriff „Schwarz“ groß, weil er von vielen Menschen als Selbstbezeichnung genutzt wird, „weiß“ hingegen in Kleinbuchstaben und kursiv, um diese Position davon abzugrenzen.

Kinderstimmen zu einzelne Büchern

„Das Buch, das bei den meisten Kindern der Fünf-Sechsjährigen gut ankam bzw. den größten Eindruck gemacht hat, war das über Anne Frank,“ schildert eine pädagogische Fachkraft. „Zusammen mit meiner Kollegin haben wir das Gelesene gespielt. Alle mussten ganz leise sein, wir haben uns ganz eng zusammengestellt und die Luft angehalten. So haben wir versucht, den Kindern die Todesangst von Anne und ihrer Familie besser begreiflich zu machen. Nicht bewegen, sonst passiert etwas sehr Schlimmes!

Am nächsten Tag sprach mich eine Mutter an. Sie fragte nach dem Buch, weil ihr Sohn zuhause so begeistert davon erzählt hatte. Sie war erstaunt, dass wir in der Kita ein so schwieriges Thema wie den Holocaust thematisieren, fand es aber gut und hat das Buch für ihr Kind gekauft.

Oft sehe ich, dass Kinder mit diesem Buch allein auf dem Sofa sitzen und es sich angucken. Anda meinte noch tagelang danach: „Und weißt du, wo das war? Das war hier bei uns in Berlin. Dieser böse Chef und seine Soldaten.“ Er guckt sich das Buch oft an und spricht dazu leise mit sich selbst. Die Tatsache, dass am Ende nur der Vater überlebt, scheint auf viele Kinder einen großen Eindruck gemacht zu haben. Die letzte Gruppe z.B. habe ich nach dem Lesen gefragt: „Wer von euch hat vor dem Buch schon mal von Adolf Hitler gehört? Und was wisst ihr über ihn?“ Ich war erstaunt, denn da kam dann ganz viel, weil manche Kinder anscheinend von Zuhause schon viel wussten.“

In einer Gruppe konnten sich die Kinder noch ein weiteres Buch der Serie aussuchen. Die pädagogische Fachkraft legt mehrere Bücher zur Auswahl auf den Tisch. Dabei fiel ihr auf, dass es mehr Bücher über Frauen gab. Ein Junge suchte sich das Buch über Muhammad Ali aus. Die Vermutung war, dass sich der Junge mit dem Mann Muhammad Ali identifizierte, und boxen fand er vielleicht auch interessant.

Eine Kolleg*in kommentiert: „Eigentlich hat Murat es nicht so mit Büchern. Bei Muhammad Ali war es anders. Murat war sehr aufmerksam und interessiert und hat sich das Buch an dem Tag ausgeliehen.“

Auf die Illustrationen der Person Muhammad Ali angesprochen sagte Banu: „Der Boxhandschuh gefällt mir, aber der Mund nicht. Der ist so groß. Aber ich mag seine Ohren“.

Eren antwortete: „Der Mund ist doch schön, dann kann der das ganze Essen schnell essen. Mir gefallen auch sein Gesicht und die Boxhandschuhe. Ich will das Buch auch haben“.

„Greta ist natürlich auch ganz super, weil es so aktuell ist und Greta im Buch ein Kind bzw. später eine Jugendliche ist“, wird aus der Gruppe der Ältesten berichtet. „Vom Alter her ist sie also näher an den Kindern als die anderen Protagonist*innen. Nach dem Lesen überlegten wir gemeinsam, was wir zum Klimaschutz beitragen können. Es kamen Vorschläge wie „Wasser beim Zähneputzen ausmachen“ oder „Papier auf beiden Seiten bemalen“.

In einer altersgemischten Gruppe sagte Tom, 4 Jahre alt, kritisch: „Ich glaube mein Vater fährt ganz schön viel Auto.“

Imani, ein Schwarzes Kind möchte sich das Buch nicht anschauen. Das fällt der pädagogischen Fachkraft auf und wir fragen uns, ob wir erwarten, dass sie sich doch besonders für das Buch interessieren müsse, als Schwarzes Kind. Im gemeinsamen Nachdenken ist uns aufgefallen, dass wir Imani damit besondert und auf einen Aspekt reduziert haben, der sie von uns unterscheidet, nämlich den Hautton. Es kann vielerlei Gründe gegeben haben, weshalb sich Imani nicht für das Buch interessiert hat. Vielleicht haben ihr die Farben des Buchcovers nicht gefallen, vielleicht wollte sie an dem Tag lieber draußen im Garten spielen oder …

In der Dienstbesprechung wird von der Vorlesestunde berichtet: „Das Buch über Rosa Parks ist auch deshalb super, weil es durch die Rosa Parks Schule hier in der Straße einen Bezug zum Namen für die Kinder gibt. Sie sind besonders neugierig zu erfahren, wer Rosa wirklich war. Danach spreche ich oft mit den Kindern über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Also wir haben alle einen Hautton, aber nicht alle Hauttöne sehen gleich aus. Es ist toll, dass unsere Kinder oft richtig wütend werden, weil Rosa von den weißen schlecht behandelt wird. Da freue ich mich dann immer, dass es uns gelingt, Kinder für das Thema Ausgrenzung und Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren. Kinder erleben dies ja auf unterschiedliche Weise, und alle Kinder erfahren Adultismus. Für mich ist das eine Bestätigung unserer pädagogischen Arbeit, ich weiß einmal mehr, dass es Sinn macht, wie wir arbeiten.“

Eine Lerngeschichte aus der Kita:

„Liebe Zerrin ,

du schaust dir immer wieder gerne das Buch von Frida Kahlo an. Ihre Geschichte interessiert dich so sehr, dass du nicht genug davon bekommen kannst.

Eine Frau, die gerne auch mal Anzüge getragen hat.

Eine Frau, die einen schlimmen Unfall hatte und trotzdem immer stark geblieben ist.

Eine Frau, die tolle Bilder gemalt hat, wofür sie viele Menschen bis heute bewundern. So wie du es tust.

Nachdem ich dir heute das Buch von Frida Kahlo vorgelesen hatte, hast du die Geschichte anhand der Bilder nochmal nacherzählt.

Mildred“

 

Zerrin 4 1/2 Jahre erzählt die Geschichte von Frida Kahlo nach:

„Jetzt ist sie eine Frau geworden. Und dann ist sie aus dem Bus geplumpst. Die Frida Kahlo hat sich verletzt. Die Frida liegt im Bett, weil sie nicht laufen kann.

Jetzt malt sie ihre Füße.

Dann hat die Frida auch sich selber gemalt, mit dem Spiegel.

Frida ist zum Künstler gegangen mit ihrem Bild, zu Djego.

Dann haben Frida Kahlo und Djego geheiratet, mit einer Torte. Die Frida hat sich gemalt. Die glückliche Frida und die traurige Frida.

Die Frida ist nach Amerika gegangen. Und die Leute sind glücklich wegen Frida. Jetzt kann sie nochmal nicht laufen. Sie ist zu Hause im Bett.

Die Frida hat eine Melone gemalt, weil sie das liebt.“