Projekt Entwicklung und Durchführung eines Qualifizierungsprogrammes für Kinderrechte-Kitas

Status:

abgeschlossen

Projektlaufzeit:

2024–2025

Ansprechpartner*in:

Laura Hrabowski, Katrin Macha

Partner:

Ab Sommer 2024 entwickelte das Institut für den Situationsansatz für das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) ein Qualifizierungsprogramm für Kinderrechte-Kitas. Dieses war Teil des bereits laufenden Projekts „Kinderrechtelandschaften“, das 2023 startete und aus dem weiterlaufenden Modellprojekt „Kinderrechteschulen“hervorging. Zunächst wurden sogenannte Kinderrechteschulen qualifiziert, die auf ihrem Weg der Auseinandersetzung mit Kinderrechten und deren Stärkung weiter begleitet werden.

Ab 2025 wurde auch der frühkindliche Bildungsbereich in das Projekt „Kinderrechtelandschaften“ einbezogen. Neun Kitas in Deutschland erhielten die Möglichkeit, auf ihrem Weg zur Kinderrechte-Kita begleitet zu werden. Ziel war es, dass sie sich künftig mit weiteren Akteurinnen ihres Sozialraums kinderrechtlich vernetzen. Die Kitas sollten lernen, Kinderrechte in ihrer Praxis zu stärken und diese auch gegenüber Kooperationspartnerinnen sowie im Sozialraum sichtbar zu vertreten. So sollten sich die Einrichtungen mit weiteren Institutionen verbinden, die Kinder in der Wahrnehmung und Ausübung ihrer Rechte stärken und selbst zur Sichtbarkeit und Durchsetzung der Kinderrechte beitragen.

Für das Qualifizierungsprogramm der Kinderrechte-Kitas entwickelte das ISTA ein Fortbildungscurriculum, ein Reflexionsheft sowie drei digitale Workshops. Zudem war das ISTA im ersten Durchlauf an der Durchführung der Fortbildungen und der auf die Bedarfe der Kitas abgestimmten Workshops beteiligt. Abschließend führte das ISTA im Rahmen der Pilotierung des Projekts eine erste Evaluation durch.

Zu Beginn des Programms nahmen die Kitas an einer zweitägigen Inhouse-Fortbildung teil. Ziel war es, die Teilnehmenden sowohl mit den Inhalten der UN-Kinderrechtskonvention vertraut zu machen als auch erste Praxisanregungen für die Umsetzung und Vertiefung der Kinderrechte in der eigenen Einrichtung mitzugeben. Ergänzend nutzten die Teilnehmenden das eigens für das Projekt entwickelte Reflexionsheft für eine vertiefte Auseinandersetzung auf individueller Ebene und im Team. Das Reflexionsheft stellte den Kitas zudem unterschiedliche Methoden zur Erkundung, Erprobung und Einführung verschiedener kinderrechtlicher Themenfelder zur Verfügung. Im Qualifizierungsprogramm wurden unter anderem die Aspekte Partizipation, Adultismus sowie die Wahrnehmung und Einbindung von Kinderperspektiven vertieft.

Ausgehend von den Fortbildungsinhalten begannen die Kitas mit der Bearbeitung erster Kinderrechtsprojekte in ihren Einrichtungen. Im Rahmen der drei digitalen Workshops fand ein Austausch über diese Kleinprojekte zwischen den verschiedenen Kitas statt. Dabei wurden Ideen geteilt und gemeinsam Wege im Umgang mit Herausforderungen entwickelt. Zudem boten die Workshops Gelegenheit zur thematischen Vertiefung der Inhalte der Fortbildung.