Institut für den Situationsansatz

Mit unserem mehrperspektivischen Verfahren führen wir auch wissenschaftliche Evaluationen von Projekten oder Programmen in der Frühpädagogik durch. Hierbei werden bezogen auf das Thema die Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten eingeholt und qualitativ analysiert. In Projektberichten werden die Ergebnisse für den Auftraggeber aufbereitet und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis gezogen.

Evaluationsprojekte

Das Bundesprogramm „KitaPlus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert zusätzliche, am Bedarf der Familien ausgerichtete Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Dabei geht es nicht darum, dass Kinder länger betreut werden sollen, sondern vielmehr um ein Betreuungsangebot das sich am zeitlichen Bedarf der Familien orientiert.
Damit soll insbesondere Alleinerziehenden und Eltern in Schichtarbeit der Fortbestand einer Berufstätigkeit ermöglicht und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Aber auch Eltern, die sich noch in Ausbildung beziehungsweise im Studium befinden, sowie arbeitslose und arbeitsuchende Eltern, für die eine neue Erwerbstätigkeit auch mit einem Schichtdienst oder einer Beschäftigung früh morgens, spät abends oder während der Nacht verbunden wäre, sollen vom Bundesprogramm „KitaPlus“ profitieren. Im Rahmen des Programms werden etwa 300 Modellvorhaben mit zukunftsfähigen Konzepten für bedarfsgerechte Betreuungszeiten gefördert.

Von März 2016 bis September 2019 waren Univation und der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung & Evaluation des ista (INA gGmbH) damit beauftragt, pädagogische und betriebswirtschaftliche Konzepte zu identifizieren, die Familien und ihren Betreuungsbedarfen gerecht werden, für Kinder eine qualitativ hochwertige Betreuung gewährleisten und nachhaltig realisierbar sind.
Mit der Untersuchung wurden evidenzbasierte Aussagen zu wirkungsvollen, nachhaltigen Modellen bedarfsgerechter Öffnungszeiten in der Kindertagespflege und den Kindertageseinrichtungen für die Fachöffentlichkeit und die Fachverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Zudem wurden Qualitätskriterien und Handlungsleitfäden für eine gelingende Ausweitung und Flexibilisierung von Kinderbetreuungszeiten in Kitas und in der Kindertagespflege entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Kurzinterview mit den Projektleiterinnen Susanne Giel (Univation GmbH) und Katrin Macha (ista)

Ergebnisse der Studie zum Download: Arbeitspapiere 1-3

Im Deutschen Kita-Preis bewerben sich jährlich über tausend Kitas aus ganz Deutschland. Diese Einrichtungen kommen aus den unterschiedlichsten Gegenden, sind groß, klein, ländlich, städtisch und haben verschiedene pädagogische Schwerpunkte, Konzepte und Profile. Jedes Jahr kommen 25 der Kitas in die zweite Bewerbungsrunde, in der sie sich mit einer ausführlichen Selbsteinschätzung für den nächsten Schritt bewerben und hierbei ihre Vorstellung von guter Kita in Zusammenhang mit den Dimensionen des Deutschen Kita-Preises darstellen. In der Begleitforschung wurden die Unterlagen aus den zwei Bewerbungsphasen, die „Motivationsschreiben“ der ersten Phase und die Selbsteinschätzungen der zweiten Phasen analysiert. Ziel der Untersuchung war es, aus diesen Selbstauskünften der Kitas Vorstellungen und Beispiele von guter Kita-Praxis herauszuarbeiten. Sowie Trends und Themen der deutschen Kita-Landschaft sichtbar zu machen. Die Studie ist in drei Teile untergliedert. Im ersten Teil werden die Ergebnisse einer computerlinguistischen Auswertung der ersten Bewerbungsphase für den Kita-Preis 2020 dargestellt. Der zweite Teil zeigt in ein qualitativen, inhaltsanalytischen Untersuchung die ganze Bandbreite der pädagogischen Tätigkeiten in den Kitas auf, die die Kitas aus den Jahrgängen 2019 und 2020 in der zweiten Bewerbungsphase beschrieben haben. Im dritten Teil werden die Ergebnisse einer weiteren qualitativen Untersuchung dieser beiden Jahrgänge der 2. Bewerbungsphase gesellschaftliche Themen sichtbar gemacht, die die Kitas in ihrer Bewerbung als relevant für ihre Arbeit benennen.

Verantwortlich: Christa Preissing & Stefani Boldaz-Hahn

Die „Offensive Bildung“ ist ein von der BASF SE geförderte Initiative zur Stärkung der Bildungsqualität von Kindertageseinrichtungen in Ludwigshafen und der erweiterten Metropolregion Rhein-Neckar.

Seit 2005 hat ISTA in Kitas in Ludwigshafen mit dem Projekt „Qualität von Anfang an“ in enger Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen und den Trägerverbänden der Caritas und Diakonie Qualitätsprozesse auf der Grundlage des Situationsansatzes systematisch implementiert und hierzu die Methoden der internen und externen Evaluation eingesetzt.

Die wissenschaftliche Auswertung von Stefani Boldaz-Hahn (2009) berichtet über erzielte Qualitätsveränderungen und Anforderungen an die zukünftigen Qualitätsentwicklungsprozesse.

www.offensive-bildung.de

 

Verantwortlich: Christa Preissing & Katrin Macha

In Kooperation mit der Karl Kübel Stiftung und im Auftrag des der Stiftung angehörigen Felsenweg Instituts und dem Jugendamt Leipzig durchgeführte Pilotstudie zu den Auswirkungen der von der Stadt Leipzig eingeführten Kinder- und Familienzentren im Sozialraum „Leipzig Ost“ auf Familien, Kinder und die Entwicklungen im Sozialraum.

Fokusgruppendiskussionen mit Eltern und Fachkräften aus Kinder- und Familienzentren; Interviews mit Expert*innen aus dem Sozialraum.

Der Abschlussbericht wurde im Sommer 2014 über das Felsenweg Institut veröffentlicht.

Evaluation unserer Projekte

Die wissenschaftliche Begleitung des bundesweiten Disseminationsprojekt der Fachstelle Kinderwelten mit Einrichtungen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen (Oktober 2004 – Dezember 2008) lag bei Dr. Mechtild Gomolla von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Institut für Erziehungswissenschaft / Arbeitsstelle für Interkulturelle Pädagogik.)

  • Zwischenbericht
    Litangabe: Gomolla, Mechtild (2007): Wissenschaftliche Begleitung „Kinderwelten – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen. Bundesweites Disseminationsprojekt (Baden-Württemberg, Niedersachsen, Thüringen)“. Zwischenbericht. Münster; Berlin.

  • Abschlussbericht
    Gomolla Mechtild (2019): Wissenschaftliche Begleitung „Kinderwelten – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen. Bundesweites Disseminationsprojekt (Baden-Württemberg, Niedersachsen, Thüringen)“. Abschlussbericht, unter Mitarbeit von Dipl.-Päd. Ina Sylvester, M.A. Linda Supik und M.A. Judith Driever. Münster; Berlin.

  • Kurzfassung
    Schlussfolgerungen aus dem Evaluationsbericht